Eindrücke vom gestrigen Sommerfest des Vorwaerts

Wer gestern auf dem Sommerfest des Vorwaerts in Berlin war, konnte mehrere Eindrücke gewinnen:

1. Mit dem Feiern ist es bei unseren Genossinnen und Genossen nicht mehr weit her, wenn man sich die Stimmung auf dem Sommerfest betrachtet. Sei es, weil uns nicht mehr zu Feiern zumute ist angesichts der Umfragewerte oder aus anderen Gründen (schuld daran war aber sicherlich nicht die an dem Abend sich schnell verbreitende Nachricht, dass Maurer zur WASG eintreten wird. Das wurde eher am Rande aufgenommen oder zu Recht mit den Worten “Reisende soll man nicht aufhalten”, “Endlich!” und “Das mit den Egozentrikern Gysi, Lafontaine und Maurer hält keine 12 Monate” kommentiert).

2. Die Zahl der A-Promis lag deutlich unter dem der letzten Jahr und insgesamt herrschte bisweilen eine eher fatalistische Einstellung (“Jetzt machen wir eben noch einen Wahlkampf um dem äußeren Anschein zu wahren, aber insgeheim ist die Wahl doch verloren”) gepaart mit einem dann doch in kleinem Kreis auch von amtierenden MdB´s geäußerten Unmut über die Entscheidung Schröders zu Neuwahlen.

3. Wenn es schon in der Politik nichts zu feiern gibt, dann wollen wir zumindest uns feiern. Trotz allem Verständnis hierfür frage ich mich da aber schon, ob es beim Buffet und der riesigen Auswahl nicht auch eine Nummer kleiner gegangen wäre. Da könnte nun das Argument kommen, die Sponsoren haben es doch finanziert, ohne dass ich hier die Diskussion aufmachen möchte, ob darunter auch Firmen wie EADS sein müssten.

Insgesamt war es aber dann doch eine sehr gut organisierte Veranstaltung mit lecker essen und trinken und mit vielen interessanten Gesprächen mit alten und neuen Bekannten. Berlin ist eben doch noch immer wieder eine Reise wert!

 
 
 

Kommentar abgeben: