Sommertour: Direktvermarktung als Chance
Im Gestrüpp von EU-Förderung und landwirtschaftlichen Strukturen hilft oft die Eigeninitiative: das hat sich heute morgen wieder gezeigt. Ich war zu Besuch bei einer kleinen Brennerei in Sinzheim, die einen großen Teil ihrer Edelbrände selbst vermarktet. Und auf diese Weise natürlich auch nicht auf das Branntweinmonopol des Staates angewiesen ist. Der Bund unterstützt das Branntweinmonopol inzwischen mit sehr viel Geld – verdient wird daran schon lange nichts mehr. Ich halte das dennoch für eine richtige Subvention – denn wenn die Unterstützung wegfällt, werden viele Streuobstwiesen nicht mehr gepflegt werden. Und dann passiert das gleiche, was ich schon für den Montag beschrieben habe: die Kulturlandschaft geht verloren – mit den vielen negativen Konsequenzen auch für Wirtschaft und Tourismus. Daran zeigt sich: hinter die Kulissen schauen und Gespräche zu führen lohnt sich immer wieder.


