Monatsarchiv für Juli 2005

 
 

Sommertour: Mein erster Sommertourtag

Eigentlich hatte der Beginn den Namen Sommertour nicht verdient: es hat in Strömen geregnet. Aber heute war eben der erste Tag meiner Sommertour, die ich jedes Jahr im Wahlkreis unter einem speziellen Motto mache. In diesem Jahr steht die Tour unter dem Motto: Landwirtschaft – innovativ und umweltbewußt. Und gerade heute bei meinem Besuch in Forbach hat sich nochmal gezeigt: wer die Kulturlandschaft erhalten will, muss die heimische Landwirtschaft unterstützen – oder auf andere Weise für den Erhalt bezahlen. Forbach hat sehr viele kleine Täler – und ohne das Freihalten dieser Täler würde alles zuwachsen; die Landschaft würde sich völlig verändern. Der Besuch war interessant – ein gute Mischung aus hauptamtlichem und ehrenamtlichen Engagement. Und der Verein, der mit Ziegen ehrenamtlich viele Täler in ihrem jetztigen Zustand schützt, hat ein Mitglied mehr: mich!!

Studienplatz: Ministerpräsidenten a.D. werden bevorzugt behandelt

Erwin Teufel, der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg, darf studieren. Er ist 65 Jahre und hat kein Abitur. Ich finde das bemerkenswert.

Der Spiegel:

Erwin Teufel, ehemals Ministerpräsident von Baden-Württemberg, will Philosophie studieren, hat aber kein Abitur. Macht nichts, meint man an der Münchner Jesuiten-Hochschule und freut sich auf den prominenten Neuzugang.

Wenn ichs mir recht überlege: Ich finde das gar nicht schlecht.

  1. Es ist ein Trend, dass immer mehr ältere Menschen nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben ein Studium anfangen (Stichwort: lebenslanges Lernen).
  2. Ich finde es auch nicht schlecht, dass es in Deutschland möglich ist, ohne Abi studieren zu können (denn: Abitur ist kein Ausweis besonderer Intelligenz).

Aber machen wir uns nichts vor: Es ist in Deutschland die absolute Ausnahme, dass man ohne Abitur (allgemeine Hochschulreife) ein Studium anfangen kann. Daran hat auch die angeblich so erfolgreiche Bildungspolitik unter einem Ministerpräsidenten Erwin Teufel nichts geändert.

Ich werde also den Verdacht nicht los, dass Erwin Teufel hier auf Grund seiner Prominenz eine Vorzugsbehandlung erfährt. Bei einem wie ihm lässt man eher mal fünfe gerade sein.

Denn diese Chance, mit 65 Jahren und ohne Abitur noch studieren zu können, bekommt nicht jeder, der sie gerne hätte. Aber da offenbar Ausnahmen für Ministerpräsidenten a.D. drin sind, würde ich sagen: Das riecht nach Willkür.

Man sollte daher überlegen, ob man die jetzige Ausnahmeregelung abschafft und daraus eine Regelbestimmung macht. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass auch eine abgeschlossene Lehre zur Voraussetzung für eine Hochschulzulassung gemacht werden könnte.

Denn: Es kann ja nicht sein, dass jemand ohne Abi erst Ministerpräsident werden muss, damit er zu einem Studium kommt. Das hat mit Rechtsstaat wenig zu tun und hat m.E. ein “Geschmäckle.”
Hinweis: Dieser Beitrag wurde von Torsten Hofer | Weblog übernommen.

Sommer – Sonne – SPD

Elvira Drobinski-WeissSommer – Sonne – SPD, ein Motto, kurz, prägnant und klar – wie die Kampagne die
wir jetzt führen werden. In diesem Fall der Titel des Hoffests, mit dem ich gestern morgen meinen Wahlkampf eröffnet habe. Und – es war ein ein voller Erfolg.

Gutes Wetter, gute Stimmung, gute Gespräche. Viele Besucherinnen und Besucher, die sehr motiviert sind, uns und mich zu unterstützen. Das macht Mut und zeigt, dass viele mitmachen und
sich das Motto “Wir kämpfen!!” zu eigen gemacht haben. So freue ich mich auf
die nächsten Wochen – wir schaffen es.

Neuwahlen: Am 18. September wird entschieden

Bundespräsident Köhler hat den Bundestag aufgelöst. In seiner Ansprache dazu hat er deutlich gemacht, dass er keine verfassungsrechtlichen Bedenken hat. Aller Voraussicht nach werden die Deutschen also am 18. September eine Richtungsentscheidung treffen: Wieviel ist die Tarifautonomie wert? Wieviel Mitbestimmung wird es geben? Werden wir in der Familienpolitik zurück fallen in die Kohl-Ära und den Schwerpunkt nicht mehr auf den Ausbau von Angeboten der Kinderbetreuung legen? Wird das BAFÖG bald abgeschafft oder in eine reine Kreditfinanzierung umgewandelt? Werden wir unsere eigenständige Position gegenüber den USA behalten?

Ich finde, hier lohnt es sich zu kämpfen!!!!

Das Imperium schlägt zurück

Es war einmal ein Land, in dem Gerd und sein rotes Team regierten. Die Menschen waren glücklich und zufrieden, dennoch versuchte Angie die Männermordende, ständig Gerd den Roten zu vertreiben. Eines Tages erlaubten zwei von Gerds Getreuen – Otto der Korrekte und Joschka der Grüne, Menschen aus anderen Ländern in unser schönes Land zu kommen. Doch Angie die Grausame wollte keine Fremde in unserem Land. Darum schickte sie ihre besten Männer – Ecki den Schönen, Hellmut den Inquisitor und Hans-Peter den Parteiischen – aus, um Gerd den Roten, Otto den Korrekten und Joschka den Grünen daran zu hindern, Fremde ins Land kommen zu lassen. Wie die Spielregeln es wollten, mussten sich Otto der Korrekte und Joschka der Grüne den Fragen von Angies Leuten stellen. Zuerst musste Joschka der Grüne unter den Verhörmethoden stundenlang leiden. Einige Wochen später wurde Otto der Korrekte geladen und seine Rache sollte fürchterlich sein. Nicht er litt unter dem Verhör – nein, seine Peiniger mussten sich 15 Stunden lang seine Ausführungen anhören und fanden keine Möglichkeit, Otto dem Korrekten einen Fehler nachzuweisen. Nach den 15 Stunden zogen Angies Leute wie begossene Pudel ab – auch weiterhin dürfen Menschen in unser schönes Land kommen. Und wenn Gerd der Rote und sein Team nicht abgewählt werden, regieren sie weiter im zufriedenen Land, bis ans Ende ihrer Tage.

Miriam Fritz geht mit Bundestags-Stipendium in die USA

Gestern nachmittag hatte ich einen der Termine, die ich ganz besonders gerne mag: Jedes Jahr schickt der Bundestag über Patenschaften junge Leute für ein Jahr in die USA – umgekehrt kommen junge Menschen aus den USA zu uns. Jeweils ein Mitglied des Bundestages übernimmt dafür die Patenschaft.

Dieses Jahr hat Miriam Fritz aus Lichtenau in meinem Wahlkreis die Chance für diesen Aufenthalt bekommen. Dafür hat sie sich erfolgreich beworben und die besten Bewertungen in Gruppengesprächen erreicht. Der Besuch bei ihr zuhause gestern hat mich überzeugt: Sie wird eine überzeugende, fröhliche, selbstbewußte und sensible Vertreterin Deutschlands sein. Für dieses spannende Jahr wünsche ich ihr auf jeden Fall jetzt schon viel Freude, viele gute Erfahrungen und dass sich “transatlantische” Freundschaften entwickeln.

Freizeit-Stress (?)

Was macht eigentlich so ein SPD-Blogger für BaWü wenn er nicht bloggt?

Neben dem Geldverdienen nimmt die SPD recht viel Zeit in Anspruch. Kleiner Auszug aus meinem Terminkalender:
15.7. Teilnahme an der Landesvorstandssitzung als Vertreter der Kreisvorsitzenden, 16.7. Landesparteitag, 19.7. Sommerfest der Landtagsfraktion, 20.7. Kreisvorstandssitzung, 24.7. Besuch eines Sommerfests mit der Bundestagsabgeordneten. Die Sitzung des Ortsvereinsvorstands habe ich sicherheitsheitshalber auf nächste Woche verschoben.

Dann versuche ich noch im WebSoziBlog meinen Senf zur politischen Lage loszuwerden und auch die eigene Homepage könnte mal wieder ein neues Design vertragen.

Und warum tue ich das alles?
Weil die SPD ist es wert ist. Es gibt keine bessere Partei.

Rechtschreibreform: Wenn der Föderalismus Blüten treibt

“Dass” oder “daß” – darüber ist nun lange genug gestritten worden. Und am Ende gab es einen einstimmigen Beschluss der Kultusministerkonferenz über die verbindliche Einführung wichtiger Teile der Rechtschreibreform. Aber das war ein Irrtum – stellt sich heute heraus; Zwei Bundesländer ( Bayern und Nordrhein-Westfalen ) werden die Regeln nicht umsetzen. Mit der Folge, dass ein Kind, das mit seiner Familie über Landesgrenzen umzieht, unterschiedliche Regeln für die Rechtschreibung lernen muss. Ich halte das für absurd. Eigentlich bin ich eine ausgewiesene Befürworterin des Föderalismus – wenn sich die Länder erfolgreich abstimmen. Aber wenn man sich nun das Verhalten dieser unionsgeführten Bundesländer anschaut, dann neigt man fast den Argumenten derer zu, die überhaupt nichts vom Föderalismus im Bildungsbereich halten.

Von Bürokratie, Lärm, Landeslisten, PISA und einer Entschuldigung

Von Bürokratie, Lärm, Landeslisten, PISA und einer Entschuldigung

Kann man sich gegen Bürokratie durchsetzen? Auch wenn man hieran manchmal fast verzweifeln kann: Man (und frau natürlich auch) kann! Das Eisenbahnbundesamt hatte Planungen für Lärmschutzwände an bestehenden Bahnstrecken in meinem Wahlkreis einseitig korrigiert. Die Höhe des dringend benötigten Lärmschutzes sollte in…

Hier geht es zum ganzen Artikel | Quelle: Jörg Tauss

Die Demagogen: Was soll daran Linkspartei sein?

Heute morgen können wir nun alle die Scheinwelt der neu gegründeten Linkspartei nachlesen – die ja immer noch die SED-Nachfolgepartei bleibt. Grundsicherung für alle – vielleicht haben ja Gysi und Lafontaine den Geldesel gefunden.

Aber mal ernst: In Zeiten, in denen nicht unendlich viele Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, ist es besonders wichtig, dafür zu sorgen, dass alle Menschen gute Startchancen erhalten. Deshalb legen wir Sozialdemokraten soviel Wert auf Ausbildung und Bildung unabhängig vom Einkommen und dem sozialen Stand – denn dadurch entstehen echte Lebenschancen.

Ich bin immer noch zuversichtlich: Die Menschen werden es letztlich nicht schätzen, wenn auf demagogische Weise gefischt wird – und das dann auch noch ganz rechts.

www.kressl.de