Danke, Münte!

Bei allen Turbulenzen in Berlin geht in meinen Augen ein wichtiger Punkt unter: Franz Müntefering gebührt großer Dank für seinen Kampf für eine starke Sozialdemokratie in den zurückliegenden Jahren. Auch seinem Einsatz hat die SPD ihr respektables Ergebnis bei der zurückliegenden Bundestagswahl zu verdanken und er konnte die Genossinnen und Genossen bei aller Unterschiedlichkeit der Auffassungen miteinander versöhnen.
Umso bitterer ist es, dass der SPD-Vorstand ihm indirekt das Mißtrauen ausgesprochen hat. Sicher war die Verkündung von Personalien im SPIEGEL keine gelungene Leistung. Dennoch muss ein Parteivorsitzender sich in einem Vertrauensverhältnis zu seinem Generalsekretär befinden.
Dies ist nachvollziehbarerweise bei Andrea Nahles und ihrem Verhalten in den letzten Wochen natürlich nicht gegeben. Die SPD geht, mal wieder, schweren Wochen und Monaten entgegen. Wie eine ausgewiesene Polarisiererin dabei die Partei zusammenhalten will, wird sie noch beweisen müssen.

 
 
 

2 Kommentare zu “Danke, Münte!”

  1. Korfstroem
    1. November 2005 um 07:23

    Der Verstand bezeichnet gemeinhin die Fähigkeit des Menschen, Zusammenhänge zu begreifen. Der Verstand muß dem SPD in den “Iden des Oktober” kollektiv abhanden gekommen sein.

    Am Abend des denkwürdigen Tages erklärte Ute Vogt (Hoffnungsträgerin der Südwest-SPD) den verduzten Zuschauern in den Tagesthemen, die Vorstandsmitglieder hätten anders entschieden, wenn sie die Absicht Franz Müntefehrings nur geahnt hätten. Sie verstieg sich sogar zu der Behauptung, Andrea Nahles wäre gar nicht erst angetreten.

    Korfstroem erklärt, wer solches meint oder solche Meinungen verbreitet oder solche Meinungen unterstützt, hat im Vorstand einer großen Volkspartei nur einen Zuschauerplatz verdient. Wer glaubt, mit soviel Naivität die Bundesrepublik an verantwortlicher Stelle vertreten zu können, darf bestenfalls eine Statistenrolle als Hoffnungsträgerin hoffen.

    Die Südwest-CDU mag bedauern, daß sich Ute Vogt der Bundespolitik zugewendet hat. Sie hätte an der Spitze ihrer Partei für die ewige Opposition gesorgt.

    Nun hofft der leidende Zuschauer, daß im SPD-Vorstand doch noch ein paar Erwachsene übrig sind, um die Partei zur Vernunft und späterhin zu Verstand zu bringen.

    Korfstroem
    http://korfstroem.blogg.de

    Gut oder schlecht: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  2. SPD-Blog für BaWü
    1. November 2005 um 12:56

    Die SPD und die Koalition

    Es ist schon erstaunlich, welche Kettenreaktionen nach der Rücktrittsankündigung von Franz Müntefering konstruiert werden.

    Gut oder schlecht: Daumen hoch 0 Daumen runter 0

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