Schwerer Brocken Kündigungsschutz.
Bei den Verhandlungen über die Bildung einer Großen Koalition in Berlin kommt so manch unerfreuliche Neuigkeit zu Tage. So konnte man heute auf Spiegel-Online lesen, dass der Kündigungsschutz wohl gelockert werden soll. Nun muss man in einer Koalition immer Kompromisse machen und diese machen naturgemäß auch einem eingefleischten Sozialdemokraten zuweilen keinen Spaß.
Dennoch liegt mir der Brocken “Kündigungsschutz” schwer im Magen. Zwei Jahre Probezeit für alle Neueinstellung (auf gut Deutsch in ein paar Jahren für die Mehrheit der Beschäftigten!) sind keine Kleinigkeit. Aus meiner Sicht ist es einem Arbeitgeber durchaus zuzumuten nach bisher sechs Monaten Probezeit zu entscheiden, ob der Beschäftigte für den Betrieb taugt oder nicht.
Neben der dauernden Unsicherheit für den Arbeitnehmer kommt aber auch noch der Aspekt der Kreditwürdigkeit hinzu: Welche Bank gibt einem Angestellten in der Probezeit einen Kredit bspw. für den Hausbau oder ein Auto? Woher dann die Impulse für die lahmende Konjunktur kommen sollen, bleibt schleierhaft.
Man kann nur hoffen, dass sich die SPD bei anderen Punkten wieder deutlicher durchsetzt, damit der Koalitionsvertrag wenigstens in die Nähe der Zustimmungsfähigkeit rückt.

