Monatsarchiv für Dezember 2005

 
 

Neujahrsgrääe auf den Weg gebracht.

Walter Heiler Im Wahlkreis Bruchsal hat die heiäe Phase des Wahlkampfs begonnen. Seit heute sind die Neujahrsbriefe unseres Kandidaten Walter Heiler frisch aus der Druckerei angekommen und an die Ortsvereine verteilt worden.
Insgesamt 50.000 Stäck werden nun zwischen Weihnachten und Hl. Drei Känige an die Haushalte im Wahlkreis verteilt. Mit den besten Wänschen der SPD und ihres Landtagskandidaten sollen die Bärgerinnen und Bärger an die bevorstehenden Landtagswahlen erinnert werden. Nebenbei soll dies auch ein Zeichen sein, dass im Wahlkreis von CDU-Innenminister Rech mit der SPD jederzeit zu rechnen ist.

Versöhnlicher Jahresabschluss

Für die SPD ist ein spannendes Jahr zu Ende gegangen. Vor den Bundestagswahlen hatte es ja den Anschein, als ob niemand mehr auf uns setzen würde. Im Wahlkampf haben wir aber klar machen können, dass wir es sind, die für soziale Gerechtigkeit stehen. Deshalb haben die Wählerinnen und Wähler eben doch auf uns gesetzt. Wir haben die Wahl zwar nicht gewonnen aber letztendlich auch nicht verloren. In den Koalitionsverhandlungen haben wir uns mit unserer obersten Maxime soziale Gerechtigkeit weitgehend durchgesetzt. Der CDU haben wir die neoliberalen Anwandlungen ausgetrieben. Nach einem turbulenten Verlauf ist das ein versöhnlicher Abschluss des Jahres 2005. Gleichzeitig ist es eine gute Ausgangslage für die Landtagswahlen. Denn jeder weiß jetzt wofür wir stehen und jeder weiß auch, dass die CDU zu schlagen ist. Insbesondere dann, wenn sie mit einem Ministerpräsidenten antritt, der ein Fan neoliberaler Konzepte ist und zudem nichts Besseres zu tun hat als ältere Arbeitnehmer zu diskriminieren. Wer so unterwegs ist, der wird es schwer haben Mehrheiten zu finden. Wir sind die Alternative zu dieser Politik und das werden wir im Landtagswahlkampf immer wieder klar machen.

Dreikönigstreffen mit Generalsekretär Jörg Tauss MdB

So, jetzt benutze ich mal den Blog um auf eine hervorragende Veranstaltung aufmerksam zu machen ;)
Der neue Generalsekretär der baden-württembergischen SPD, Jörg Tauss MdB, kommt zum Juso-Dreikönigstreffen nach Heilbronn.
Also: 06. Januar, 18.30 Uhr, Deutschhofkeller Heilbronn!

Schon wieder Parteitag ;)

Kaum ist der Bundesparteitag in Karlsruhe zu Ende gegangen, darf ich schon wieder meinen Koffer packen und in Sachen Parteitag ins Badische reisen.

Diesmal nicht als Parteitags-Blogger, sondern als normaler Delegierter des ordentlichen Landesparteitags in Kehl. Ordentlich heisst in dem Fall, die turnusgemässen Wahlen stehen an. Und weil das Abstimmen über die ganzen zu besetzenden Posten ordentlich Zeit in Anspruch nimmt, dauert der Parteitag auch zwei Tage.

Die Message des Günther Oe.

Was will uns eigentlich Günther Oettinger da für eine Aussage vermitteln, als er sagte, dass die Arbeitswelt so entwickelt werden müsse, “dass nicht der Lehrer mit 60 Jahren dienstunfähig ist und nicht DaimlerChrysler-Beschäftigte mit 58 in den Vorruhestand versetzt werden” und dass “wir Arbeitsbedingungen mit weniger Stress, mit geringeren Belastungen, mehr Urlaubstagen und vielleicht auch geringerem Jahreslohn” bräuchten, da nur so die Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre verwirklicht werden könne?

Nein, Herr Oettinger, das ist der völlig falsche Dampfer, auf dem Sie sitzen. Sie sehen offenbar den älteren Arbeitnehmer als “Betriebsbremser” an, ohne den ein Betrieb viel einfacher funktionieren würde. Sie glauben, Belegschaften in Betrieben bestünden aus einem “arbeitenden Teil” und einem “Rentnerteil”, während letztere nur noch verdienen und nichts mehr “bringen”. Ältere Arbeitnehmer sind in Ihrem Gedankenmodell nicht mehr ihrer bisherigen Arbeit gewachsen und würden deshalb auch früher in den Vorruhestand versetzt. Ihre Argumentation führt weiter zu der Forderung, ältere Arbeitnehmer in einem Betrieb sollten deshalb, staatlich proklamiert, weniger den jüngeren Arbeitnehmern zur Last fallen, weniger arbeiten und deshalb weniger Geld verdienen, sozusagen also sanft ins Altenteil abgeschoben werden.

Aber schauen Sie doch bitte einmal wirklich in einen der zehntausenden Betriebe in unserem Land, in dem jüngere und ältere Arbeitnehmer gemeinsam arbeiten. Hier stellt sich die von ihnen ausgelotete Problematik gar nicht. Jüngere Arbeitnehmer mögen zwar “vor Kraft strotzen”, ihnen fehlt jedoch ausweislich die Erfahrung, komplizierte Unternehmensprozesse und komplexe Projektarbeit allein abzuwickeln. Hier spielen ältere Arbeitnehmer die wichtigsten Rollen, da diese eben diese Erfahrungen mitbringen und aktiv einbringen. Jahrzehntelang gesammelte Erfahrungen älterer Arbeitnehmer sind ein unbezahlbar wertvoller Schatz eines jeden Unternehmens. Jeder Handwerksbetrieb, jeder Unternehmer und auch jeder gescheiterte Jungunternehmer wird Ihnen dies bestätigen. Teamarbeit ist keine Frage von jungen Leuten untereinander, Teamarbeit ist ein Thema der Zusammenarbeit von Flexibilität, Wissen und Erfahrung und vor allem eine betriebliche Angelegenheit. Jeder, der eine Ausbildung absolviert und von Wissen und Erfahrung Älterer profitiert hat, weiß, wovon wir hier reden. Eine Definition von älteren Arbeitnehmern zu “Billigarbeitern” steigert deren Motivation und deren Bedeutung innerhalb eines Unternehmens wohl kaum.

Aus unserer Sicht ist Ihre Forderung ein Ruf nach Demontage von Gerechtigkeit und Solidarität zwischen den Generationen und eine komplette Kapitulation vor den Realität in unserer Gesellschaft. Jung allein kann nicht gegen Alt gewinnen, Alt nicht gegen Jung. Nur gemeinsam wird die Bewältigung zukünftiger Herausforderungen funktionieren, ob nun gesellschaftspolitisch oder “nur” in einem Betrieb. Jeder muss in diesem Spiel die gleichen Möglichkeiten haben und die Bekenntnis unserer Gesellschaft zur Gerechtigkeit und Solidarität untereinander, ohne Rücksicht auf das Alter, ist ein grundlegendes Fundament der gesellschaftlichen Stabilität in unserem Land. Diesen tief verwurzelten Anker, für den frühere Generationen, Jung und Alt, in unserem Lande lange gekämpft haben, können, dürfen und wollen wir nicht aufgeben.

Eine andere Frage am Rande, Herr Oettinger: Sie sind 52 Jahre alt und haben ihren jetzigen Job auch nur “geerbt”. Wo bleiben Sie, nach Ihrem Gedankenmodell?

Bodenzeitung

Die Bodenzeitung hat den Vorteil, dass sie mit einfachsten finanziellen, organisatorischen und personellen Mitteln eine der geeignetsten Medien ist, mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Zur Durchführung einer Bodenzeitung benötigst du eine ca. 3 x 3m große, durchsichtige Abdeckfolie, auf welche du eine Frage mit Anrede (!) schreibst. Hierzu solltest du dem Bürger ca. 8 Antwortmöglichkeiten bieten, hinter welchen er jeweils seine Meinung kundtun kann. Entsprechend benötigst du dann auch noch eine Spalte zum Ankreuzen. Um einen Kontrast zum Boden herzustellen, legt Ihr die Folie am Besten auf eine gleichgroße Lackfolie oder gleichgroßes Papier. Am unteren Bereich der Folie solltet ihr Euer Logo oder einfach Euren Namen unterbringen. Die Bodenzeitung befestigt ihr entweder mit Klebeband auf den Bodenplatten oder mit Nägeln in Bodenrissen, bzw. Plattenspalten.

Während der Aktion stehen bis zu drei Aktive gleichberechtigt mit den Bürgerinnen und Bürgern um die Bodenzeitung herum und geben den Passanten die Stifte zum Ankreuzen. Es ist von Vorteil, wenn sich die Aktiven in Richtung Bodenzeitung wenden. Dadurch wird alle Augenmerk auf diese gerichtet und sie wird für „Außenstehende“ interessanter.

Um die Wirkung der Bodenzeitung nicht zu mindern, solltet ihr diese nicht an eine Wand hängen. Dadurch kann sie von den Passanten schon von weitem als solche erkannt werden und schreckt womöglich ab. Auch solltet ihr mit einem Infotisch nicht von der Aktionsidee ablenken.

Wenn ihr noch mehr Informationen visuell vermitteln wollt, könnt ihr die Bodenzeitung zusätzlich um eine Spalte am linken Rand verbreitern und hier Infografiken oder Fotos mit kurzen Texten als Hintergrundinformationen ergänzen. Solltet ihr die gleiche Bodenzeitung mehrfach verwenden wollen, so könnt ihr über die „Ankreuzspalte“ natürlich noch eine Lage Klarsichtfolie legen, welche ihr dann jeweils austauschen könnt.

Noch ein Tipp zum Schluss: Lasst doch zu Beginn einfach ein oder zwei Felder frei. Diese könnt ihr ja dann aus Anregungen der Bürgerinnen und Bürger noch mit einbinden.