Der Atomausstieg gilt: Ende der Diskussion!
Es wird immer ärgerlicher, wie führende Unions-Politiker unverhohlenen einen Wiedereinstieg in die Atomenergie propagieren. So äußerten sich sowohl Wirtschaftsminister Glos als auch Forschungsministerin Schavan (wir Baden-WürttembergerInnen sind das ja schon gewohnt) positiv über die weitere Verwendung der fossilen Energiequelle.
Man könnte nicht meinen, dass diese Herrschaften des Lesens mächtig sind. Nach dem Koalitionsvertrag (gerade mal zwei Monate alt), wird am geltenden Atomausstieg nicht gerüttelt! Aber lieber wird zum rein ideologisch motivierten Großangriff geblasen und gar mit dem aktuellen Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine argumentiert. Nicht besonders überzeugend, wenn man weiß, dass Atomenergie zwar vielleicht für die Strom- aber nicht für die Wärmeversorung zu gebrauchen ist. Und insbesonders letzteres ist aber die Aufgabe von Gas im deutschen Energiemix, da sich die Zahl der Gaskraftwerke noch in Grenzen hält.
Darüber hinaus sollte man Bedenken, dass auch Uran ein fossiler Brennstoff ist und importiert werden muss. Die sicherste Methode, um von anderen Ländern im Energiebereich unabhängig zu werden, sind und bleiben die regenerativen Quellen. Dies einzusehen sollte man langsam auch vom werten Koalitionspartner erwarten dürfen.


24. Februar 2006 um 17:40
“Es gehört mehr Mut dazu seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben”
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11. März 2006 um 18:13
Was wird sein wenn die Landes SPD sich für den Atomausstieg stark macht (insbesondere im Wahlkampf) und die Bundes-SPD nach dem Landeswahlkampf in der großen Koalition einer Laufzeitverlängerung zustimmt?
Welchen EInfluß hat der Wille der Landes SPD auf die Entscheidlungen die in Berlin fallen werden ?
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24. März 2006 um 16:09
„Die Atomenergie kann zu einem Segen für Hunderte von Millionen Menschen werden, die noch
im Schatten leben. … Die Hebung des Wohlstandes muß allen Menschen zugute kommen. In
solchem Sinne entwickelt und verwendet, kann die Atomenergie entscheidend helfen, die Demokratie
im Innern und den Frieden zwischen den Völkern zu festigen. Dann wird das Atomzeitalter
das Zeitalter werden von Frieden und Freiheit für alle.“
Die SPD auf ihrem Parteitag im Juli 1956
„Jeder Einwohner der Bundesrepublik verbraucht heute durchschnittlich fast 10 kWh elektrischer
Energie am Tag, das ist die Arbeitskraft von durchschnittlich 10 Menschen… Doch unsere
Versorgung mit Energie ist gefährdet. .. Wir müssen unsere vorhandenen Energiequellen besser
ausnutzen und uns nach neuen Energiequellen umsehen. Eine der aussichtsreichsten, eine der
zukunftsträchtigsten, eine der sichersten ist die Kernenergie, damit wir auch nach dem Jahr 2000
versorgungs- und krisensicher sind“.
1974 von der Regierung Schmidt als Postwurfsendung an alle Haushalte verteilt.
http://www.schulphysik.de/physik/Kernerg.pdf
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24. März 2006 um 16:23
Gegenüber den siebziger und achtziger Jahren wissen wir heute sehr viel mehr über die Bedrohung des Weltklimas durch Treibhausgase, insbesondere durch Kohlendioxid, das Endprodukt der Verbrennung aller fossilen Brennstoffe.
Die Bundesrepublik Deutschland hat sich international verpflichtet, ihren Ausstoß an diesem klimagefährlichen Gas bis zum Jahr 2010 um 21 % zu reduzieren. National hat sich die Bundesregierung sogar eine Minderung um 25 % bis 2005 zum Ziel gesetzt. Bei Verzicht auf Kernenergie bedeutet das gleiche Ziel eine erhebliche Verschärfung der Reduktionserfordernisse
Da der Wegfall eines Drittels der deutschen Stromerzeugungskapazität nicht einfach durch Sparmaßnahmen kompensierbar sein wird, gibt es nur zwei Alternativen: Ersatz durch andere Kraftwerke, die höhere Umweltbelastungen oder höhere Energiekosten zur Folge haben, oder durch Importe. In beiden Fällen wird die industrielle Basis in Deutschland geschwächt, im ersten durch weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Standortbedingungen, im zweiten durch die Verlagerung eines weiteren Industriezweiges ins Ausland.
In vielen Teilen der Welt wird die Kernenergie weiter ausgebaut.( Die USA bauen 50 neue Kernreaktoren bis zum Jahr 2020. Finnland und Frankreich planen Druckwasserreaktor im Serienbau. Russland plant 50 neue AKWs. Ukraine 12.Indien will 34 Reaktoren russischer Bauart aufstellen.
Deutsche Unternehmen verlieren ihre Exportchancen, denn ein Ausstieg in Deutschland entzieht der technologischen Spitzenstellung der deutschen Industrie die Grundlage. Die deutsche Technologie und insbesondere die deutsche Sicherheitstechnik verlieren hierbei aber nicht nur Märkte, sondern auch Einfluß auf die weitere Entwicklung des internationalen Sicherheitsniveaus.
Terrorismus?
Wer ernsthaft den Betrieb von Kernkraftwerken in der Bundesrepublik wegen der Terrorismusgefahr
in Frage stellen will, muß konsequenterweise auch die Abschaltung aller Kernkraftwerke
in unseren Nachbarländern fordern – Schweiz, Frankreich, Niederlande, Großbritannien, Norwegen,
Schweden, Finnland usw. In Europa laufen zur Zeit “204″ Kernkraftwerke. Hätte eine solche
Forderung Erfolg, so könnten sich Terroristen jeden Angriff ersparen. Das angerichtete
Wirtschaftschaos wäre schrecklicher als jeder denkbare „Bombenerfolg“.
Herr Gabriel:
Für den steigenden Strompreis ist Rot-Grün veranwortlich, die ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Notwendigkeiten Eingriffe in den Energiemix vorgenommen haben, wie z.B. die Förderung der erneuerbaren Energien (allein für die Stromverbraucher 2,4 Mrd Euro in 2004 + immense Steuerausfälle für den Staat durch Abschreibungsmodelle zahlreicher Wind- und Solarfonds) , den Kernenergieausstieg und den CO2-Emissionshandel (Anstieg der Strompreise um 30 % seit Einführung des Emissionshandel)
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