Stärke des Rechts oder Recht des vermeintlich Stärkeren?
Mal angenommen, jemand plant ein Konzert. Und einem Anderen passt das nicht. Und weil dem das nicht recht ist, schreibt er an eine offizielle Stelle, wie zum Beispiel dem Landrat, und verlangt das Konzert müsse abgesagt werden, weil er sonst mit seinen Freunden zum Randalieren vorbeikommt. Wie sollte da der Landrat reagieren? In einem Rechtsstaat sollte man annehmen, dass der Landrat die Polizei alarmiert, damit die sich um die Randalierer kümmert und das Konzert ohne Störungen ablaufen kann.
Nicht so im Landkreis Halberstadt in Sachsen-Anhalt. Da sagt der Landrat Henning Rühe einfach das Konzert in einer Schule unter dem Motto “Nazis raus aus dieser Stadt” mit Konstantin Wecker ab. Weil die NPD ihre “aktive Teilnahme” am Konzert angedroht hatte. (Näheres auch in den WebSoziNews und bei spd.de)
Ja wo leben wir denn? Ist Sachsen-Anhalt eine Bananen-Republik, in der das Recht des Stärkeren gilt? Nur weil der Representant des Staates keinen Arsch in der Hose hat?
Zu was das Kuschen vor den Nazis führen kann lässt sich ja in jedem Geschichtsbuch, das sich mit dem Ende der Weimarer Republik befasst nachlesen und dürfte als bekannt vorausgesetzt werden. So weit darf es nicht mehr kommen.
Herr Rühe, tun Sie sich und der Demokratie einen Gefallen und treten Sie zurück.
Den Beitrag habe ich so auch im WebSoziBlog veröffentlicht


9. März 2006 um 22:09
Das Recht des Stärkeren? Nein, ich glaube nicht das man die rechte Szene als stark bezeichnen kann. Aber man kann mit Sicherheit den betroffenen Landat Rühe als schwach bezeichnen! Das er deswegen zurücktritt ist nicht zu erwarten. Was also tun? Wir sollten geballt gegen dieses verherende Signal angehen. Im Gegenzug müsste ein wirklich grosses Antifa Konzert veranstalten! Man könnte sogar auf zwei oder mehr Bühnen aufspielen lassen. Auf einer in Richtung Liedermacher auf der anderen in Richtung Punk-Rock und dann noch eine weitere in Richtung Rock. Hauptsache ganz Sachsen Anhalt rockt gegen Rechts! Ich für meinen Teil wäre gerne bereit an der organisation mitzuwirken!
11. März 2006 um 19:56
Schöner leben ohne Nazis – nach dem Konzertverbot von Konstantin Wecker durch die NPD erst recht!
"Nazis raus aus dieser Stadt!" Mit diesem Motto wollte der Liedermacher Konstantin Wecker heute ein Konzert in einer Schule in Halberstadt in Sachsen-Anhalt geben. Doch die NPD hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht und ein V…
21. März 2006 um 17:29
Na dann seht Ihr mal wie das ist!
Sonst seid ihr doch die Weltmeister im Verbieten,verschweigen, lügen , tricksen und halbwahrheiten verbreiten.
Wer hat uns verraten
Die SozialDemokraten
21. März 2006 um 17:46
XY? Hast Du keinen Namen?
Soviel Courage sollten doch auch unsere rechtsradikalen Mitbürger haben ….
21. März 2006 um 19:28
Sven, normalerweise hätte ich den Kommentar von XY gelöscht, weil anonyme Kommentare ohne existierende E-Mail-Adresse bei mir immer, unabhängig vom Inhalt, ins Nirwana geschickt werden.
Courage ist galube ich etwas, dass aus der Ecke nicht zu erwarten ist. Lustig ist ja, dass er auch noch einen Spruch aus der extrem linken Ecke zitiert. Falsch ist es sowieso.
30. März 2006 um 20:37
Hallo,
es ist schon peinlich, wie sich unser “Rechts”staat anstellt.
Peinlich, es erinnert mich irgendwie an die 90er, als Vetreter linker Parteien allen Ernstes forderten, die Polizei zum Schutz vor den Krawallos bei Castor-Transporten solle doch von den KKW-Eignern bezahlt werden… Vielleicht hilft ja Rock gegen rechts, besser wäre Rock gegen extrem.
Unsere Gerichte hatten aber auch schon Probleme, wenn jemand als Protest gegen rechts ein durchgestrichenes Swastika trägt. Peinlich.
Spaß beiseite, unser “Rechts”staat interessiert sich sowieso nur noch für Delikte im Straßenverkehr oder wenn Ordnungshüter beleidigt werden, außer man heißt Dieter B.