Ladenschluss nicht abschaffen
Die Föderalismusreform wird in Kürze dafür sorgen, dass den Ländern die Zuständigkeit für den Ladenschluss übertragen wird. Die Landesregierung aus CDU und FDP möchte dies laut Koalitionsvertrag dazu nutzen, den Ladenschluss von Montag bis Samstag völlig abzuschaffen. Ich spreche mich gegen dieses Vorhaben aus und stehe auf Seiten der kleinen Einzelhändler und der Angestellten im Einzelhandel. Sie würden durch die Abschaffung des Ladenschlusses schwer getroffen und deshalb bin ich für die Beibehaltung der momentanen Regelung, die ohnehin schon sehr umfassend ist. Mit der Abschaffung des Ladenschlusses ist eine weitere Kommerzialisierung des gesellschaftlichen Lebens verbunden und eine noch konsequentere Unterwerfung vieler Arbeitnehmer unter die Interessen weniger großer Handelsketten. Dabei geht es auch um Vereine und Organisationen. Das Engagement von Ehrenamtlichen ist nämlich von der Abschaffung des Ladenschlusses ebenfalls betroffen. Wer Arbeitszeiten rund um die Uhr hat, ist nicht mehr in der Lage an regelmäßigen Trainings oder Proben teilzunehmen. Eine Verödung des gesellschaftlichen Lebens ist die Folge und das kann keiner wollen.



15. Juli 2006 um 20:17
Ein kleiner Einzelhändler hat jetzt die Chance zu öffnen, wenn der große Einzelhändler geschlossen hat. Das gehört zu seiner Freiheit dazu. Vereine und Organisationenmüssen auch heute mit Mitgliedern, die Schichtarbeit leisten müssen, klarkommen
Das darf kein Argument sein.
UND: Punkt 1 im Leben ist die Beschaffung des Lebensunterhaltes und nicht Teilnahme an Training und Proben oder auch Ehrenämter. Sorry!
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