Unverbesserliche, hört die Signale!

Es wird mal wieder Zeit, dass ich mich zu einem meiner Lieblingsthemen äußere: Der Atompolitik.
Anlass dazu gibt es mehr als genug nach den Vorfällen im schwedischen Atomkraftwerk Forsmark vergangene Woche und die Sondergenehmigungen für deutsche AKW zur Kühlung.
In Schweden konnte nur dank eines einzelnen Ingenieurs, der sich – dankenswerterweise – nicht an die Vorschriften gehalten hatte, ein GAU verhindert werden. Und Schweden ist nun wahrlich keine Bananenrepublik, wo Sicherheitsstandards vernachlässigt oder fahrlässig gesenkt würden.
Aber wie reagieren die Betreiber der deutschen Atommeiler in der gewohnten Reflexhaftigkeit? Der Störfall sei auf die deutschen AKW nicht “übertragbar“. Donnerwetter! Wie schnell doch die Atomindustrie sowas feststellen kann, ist wirklich atemberaubend. Nur so ganz glauben wollen das selbst Experten nicht. So kritisiert beispielsweise das Bundesamt für Strahlenschutz die vorschnelle Festlegung der Energiekonzerne und mahnt eine umfangreichere Untersuchung an.

Als ob solche Vorfälle nicht schon Grund genug wären, aus der “Restrisiko-Energie” Atom auszusteigen, komme ich gerne noch auf die Versorgungssicherheit zu sprechen. Es wird einem ja gerne in Diskussionen zur Energiepolitik vorgehalten, wie versorgungssicher die Atomkraftwerke seien. Dennoch haben wir mittlerweile in jedem Sommer das gleiche Szenario. Die Flüsse werden zu warm und die Kraftwerke müssen ihre Leistungen herunterfahren. Die Alternative wäre, die Flüsse durch noch mehr warmes Kühlwasser weiter aufzuheizen bis die Fische nur noch mit dem Bauch nach oben schwimmen.

Man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, dass wenigstens der ein oder andere Unverbesserliche sich vor dem Hintergrund solcher Überlegungen seine Pro-Atom-Position überdenkt.

 
 
 

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