Skandal um Neue Steuerungsinstrumente
Rechnungshof deckt Skandal auf – warum jetzt erst?
Es ist schon reichlich geschmacklerisch. Seit Jahren ist die SPD im Landtag dabei, die Neuen Steuerungsinstrumente des Landes als untauglich zu kritisieren und erst jetzt kommt der Landesrechnungshof zum selben Ergebnis. Man fragt sich schon, warum erst jetzt? Wer genauer hinschaut wird wirklich schlau. So schreibt der Rechnungshof: “So konnte bislang weder der Einführungsaufwand für die NSI, der sich bis Ende 2005 auf insgesamt rund 220 Mio. € belief, refinanziert werden noch sind die Kosten des laufenden Betriebs von rund 30 Mio. € je Jahr gedeckt.”
Dass es darüber hinaus mit der Verwaltungsreform durch Erwin Teufel dazu kam, dass das ganze noch unsinniger wurde, sei durch dieses Zitat gedeckt: “Als kontraproduktiv im Hinblick auf die NSI erwies sich auch die (…) Verwaltungsstrukturreform, die durch die Übertragung von zahlreichen Aufgaben an Städte und Landkreise eine Gesamtsteuerung staatlicher Aufgaben durch das Land unmöglich machte.”
Soll Verantwortung abgeschoben werden?
Was einem schon auffällt ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Am Ende der Woche, die politische Welt ist im Urlaub und der SWR entblödet sich, ein Jahr Landesregierung eher zu feiern, als zu bedauern.
Da soll wohl ein Hammerthema totgeschwiegen werden. Denn auch wenn Erwin Teufel Ministerpräsident war, der Fraktionsvorsitzende hieß Oettinger. Und der war damit mindestens mitschuldig, oder?
Meint Sebastian


Immerhin gibt´s mal wieder einen Grund zum Feiern. Am vergangenen Sonntag schaffte der SPD-Landtagsabgeordnete 