Filbinger – zum Letzten
Jetzt ist er tot, der ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg und er hat seine Schuld mit ins Grab genommen. So weit, so gut. Wenn die Trauerfeier ebenso schlicht gewesen wäre – der ehemalige MP hätte vielleicht schon wirklich die letzte Ruhe finden können. Aber da war ja dann noch der jetzige Ministerpräsident Günter Oettinger. Der will ihm diese Ruhe wohl nicht gönnen. Sondern seine Trauerfeier benutzen, um den rechten Rand in B-W abzugrasen.
Nachdem sich jetzt ja jede Menge Blogs um dieses Thema bemühen, wollte ich an dieser Stelle schweigen. Bis ich den GEA in die Hände bekam! Und dort ist am heutigen Freitag ein unsäglicher Kommentar zu lesen, nach dem Motto, alles nicht so schlimm gewesen, lasst doch den Günni in Ruhe!
Was hat also Günter Oettinger gesagt? Dieses hier:
“Anders als in einigen Nachrufen zu lesen, gilt es festzuhalten: Hans Filbinger war kein Nationalsozialist. Im Gegenteil: Er war ein Gegner des NS-Regimes. Allerdings konnte er sich den Zwängen des Regimes ebenso wenig entziehen wie Millionen Andere. Wenn wir als Nachgeborene über Soldaten von damals urteilen, dann dürfen wir nie vergessen: Die Menschen lebten damals unter einer brutalen und schlimmen Diktatur!”
Wie ist die Faktenlage? Oettinger hat Filbinger als Gegner des Regimes bezeichnet, der ja nur arm dran war und sich nicht wehren konnte. Ist Filbinger also in eine Reihe mit den Aktivisten der Weißen Rose oder den (zum Teil erzkonservativen) Attentätern vom 20. Juli zu stellen?
Eigentlich erübrigt sich diese Frage. Denn es ist unbestritten, dass Filbinger als Jurist für den Tod von Menschen verantwortlich war. Und er hat noch in britischer Kriegsgefangenenschaft ein Todesurteil leitend vollstreckt. Da ist jede Ausflucht falsch.
Oettinger sei gesagt: Wer solche Menschen mehr als reinwäscht, der macht sich moralisch kaputt. Er sollte sich in Zukunft hüten, zum Thema Verhalten von Mitmenschen auf moralische Maßstäbe abzuheben…
Meint
Sebastian Weigle



13. April 2007 um 13:15
am ende war nur der Hilter schuld und alle anderen wurden von im nur gezwungen.
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13. April 2007 um 18:45
Filbinger war sowohl Nazi als vor allem auch Karrierist. Karrierist war er aber wohl noch mehr als Nazi. Diese Eigenschaft, die eigene Ideologie immer an den zeitgeistigen Autoritäten zu orientieren, ist typisch für den deutschen Untertanengeist. Heute drückt sich dieser in einem ziemlich inhaltslosen, aber dafür schon fast zur Religion erhobenen Kampf gegen rechts aus. Wer heute wirklich widerständig ist, kommt meines Erachtens um die Wahl der NPD kaum herum, da die heutigen Karrieristen dem Extremkapitalismus und der multikulturellen Egalisierungsideologie nachlaufen wie Filbinger damals dem Nationalsozialismus.
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13. April 2007 um 21:13
Hallo Herr Kurbjuhn,
leider scheinen Sie einer reichlich seltsam rechts-völkischen Ideologie anzugehören. Aber ich denke, Ihre Äußerung macht das ja schon deutlich genug.
Der Kampf gegen rechts ist notwendiger denn je, wenn Menschen wie Sie, aber auch Vertreter der Neuen Rechte, ihre wirre Ideologie immer offensiver vertreten.
Sebastian Weigle
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14. April 2007 um 12:09
Oettinger ist ein Stern der Deutschen Leitkultur geworden.
Er hat das Zeug , um Kanzler zu werden.
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15. April 2007 um 20:14
mein Gott – haben wir Probleme in Deutschland – hier kommen doch linsk und rechts immer dieselben Schotenparolen hoch – das lockt doch keinen mehr hinter dem Ofen vor
wir leben im 20. Jahrhundert ??!
welche Partei will das eigentlich gestalten …in Deutschland keine mehr, da wird nur noch gelabert und gejammert, philosophiert und
diskutiert
Da hilft nur noch Wegbeamen – Prost
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15. April 2007 um 20:28
ocha – da erzählt irgendein MP von gestern etwas von einem MP von vorvorgestern und schon haben wir den Salat. Die roten Schafe grasen links – die schwarzen rechts und die deutschen Deppen werden mit Nebelkerzen zugemüllt
Politik findet in Deutschland ja nicht mehr statt, haben Schafe eigentlich Moral ?
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15. April 2007 um 21:42
Hallo Kais,
ich glaube, es geht nicht, dass man Politik ohne jeden historischen Hintergrund macht. Denn sonst wird man schnell geschichtsvergessen. Und das führt nicht nach vorne.
Ihr habt aber natürlich recht: Wir müssen Politik nach vorne denken und vor allem entsprechend gestalten. Das ist eine richtige Aufforderung.
Sebastian
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