Vor.. zurück.. vor.. zurück..
Eigentlich ja ziemlich albern, der Krampf, den Günther Oettinger seit Tagen da am laufenden Band produziert. Mal sei der verstorbene Hans Filbinger Widerstandskämpfer gewesen, dann mal wieder nicht, im Geiste aber dann doch irgendwie oder so. Mal relativiert er, mal lamentiert er, inzwischen entschuldigt er sich sogar, um im nächsten Satz gleich wieder zu relativieren. Was denn nun, Herr Oettinger?
Fast schon erbärmlicher ist das Fahrwasser, das Oettingers denkwürdigen Worte ausgelöst haben, beispielsweise folgende Aussage von Georg Brunnhuber, Chef der baden-württembergischen CDU-Landesgruppe im Bundestag, die man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen muss:
“Für unsere Anhängerschaft hat er einen ganz, ganz großen Schritt getan. Er hat ein Tor aufgestoßen: Das wird ein Großer.”
Au, au, au… “großer Schritt” … “wird ein Großer” … ich habe das dunkle Gefühl, dass in den letzten Tagen einige Politiker aus unserem Ländle, die wohlgemerkt in demokratisch gewählten Parlamenten sitzen und sich als Demkraten sehen, das große Leuchten in den Augen bekommen haben. Es wäre nur sauber, Herr Oettinger, wenn Sie diesen bräunlichen, stinkenden Mist, den Sie über unsere Region ausgeschüttet haben, freundlichst wieder zusammenkehren und zur geordneten Kompostierung bringen.
Es geht einigen Leuten bei uns definitiv zu gut. Erschreckend viel zu gut.


