Rau alleine zuhause
Kaum zu glauben, aber Kultusminister Rau ist so langsam aber sicher alleine zuhause. Mit seiner Meinung, dass am baden-württembergischen Schulsystem nicht gerüttelt wird, erzeugt er nur noch Abneigung.
Selbst der Präsident des baden-württembergischen Handwerktages Joachim Möhrle, wahrlich ein konservativer Mensch, redet davon, dass 40 Jahre Herumdoktern nichts gebracht haben. Er fordert, mit dem gesamten Handwerkstag im Rücken, die Abkehr von der Dreigliedrigkeit. Dafür habe ich ihn in meinem Blog zum Mann der Woche gemacht.


14. Juni 2007 um 00:00
Und was will die SPD? Wenn ich das richtig im Kopf habe, sechs Jahre gemeinsame Schulzeit und dann nach wie vor Dreigliedrigkeit. Oder etwa nicht (mehr)?
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14. Juni 2007 um 20:13
Hallo Henning,
ganz so einfach ist es nicht. Der erste Schritt ist die Verlängerung der gemeinsamen Schulzeit und die Bildung von Regionalschulen. Langfristig ist die Aufhebung der Dreigliedrigkeit weiter Ziel. Einiges findest du im Übrigen bei einem Blick auf diesen Artikel http://blog.spd-direkt.de/?p=425
Herzliche Grüße
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14. Juni 2007 um 22:18
Den Brief kenne ich, habe selbst darüber gebloggt, auch den Blogeintrag hier zum Thema kenne ich. Ich bin jetzt mal dem Link “Bildungsaufbruch” in dem von dir eben verlinkten Blogeintrag gefolgt und habe in diesem Dokument gestöbert.
Da stehen viele gute Sachen drin, aber eine klare Aussage, wie lange die Schulzeit dauern soll, fehlt. Auf Seite 11/12 wird das Thema angerissen.
Ich bin auch überrascht, dass du sagst, das wäre bei der SPD ganz klar nur der erste Schritt. Vor 1,5-2 Jahren etwa saß ich mal mit Ingo Rust in Künzelsau auf nem Podium. Soweit ich mich erinnere, war er klar dagegen, die gemeinsame Schulzeit länger als sechs Jahre lang abzuhalten. Auch von Jusos habe ich schon oft gehört, dass sie selbst zwar für neun Jahre (also die komplette Schulpflicht) sind – so wie es auch grüne Programmatik ist – aber die SPD da leider nicht mitziehe.
Wenn es anders ist, freue ich mich, aber bisher sehe ich diese Position bei der SPD leider nicht.
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17. Juni 2007 um 12:09
Hallo Henning,
ich halte die Schulzeit-Länge-Diskussion für eine typische Gymnasiasten-Diskussion ;-). Nein, im Ernst, 12 oder 13 Jahre sind nicht ausschlaggebend, sondern wie man diese Zeit gestaltet. Wir haben halt in B-W lauter irre Bildungspolitiker, die der Meinung sind, wir verkürzen die Zeit bis zum Abi auf 12 Jahre und packen halt mehr Stoff rein, als in 13 Jahre. Das ist mit Sicherheit fatal!
Ich glaube nicht, dass Ingo Rust einer der führenden Bildungspolitiker in der SPD ist. Du hast allerdings recht, dass die SPD sich in Teilen noch schwer tun wird mit den neun Jahren gemeinsamer Schulzeit. Allerdings glaube ich, dass das Regierungsprogramm 2011 dazu klare Aussagen machen wird! Denn sie bewegt sich, die SPD. Das wirst du in den nächsten Monaten im Bildungsbereich mit Sicherheit bemerken! (und übrigens auch viele der Kommentatoren in deinem Blog (http://www.henningschuerig.de/blog/2007/05/09/lehreraufstand-fuer-gemeinschaftsschule/)
werden das noch tun müssen…
Herzliche Grüße
Sebastian
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17. Juni 2007 um 12:25
12 oder 13 Jahre? Davon hab ich doch gar nicht geredet. Mir ging es nur um die Länge der gemeinsamen Schulzeit, die man aber wohl besser in Prozent ausdrücken sollte: 100.
Danach macht ein Teil weiter, ein Teil nicht. Ob die, die weitermachen, nun noch drei oder vier Jahre draufsetzen halte ich auch für weniger wichtig als die Frage, was sie in der Zeit machen.
In meinem Blog ist eine kontroverse Diskussion entstanden an der sich auch FDP-Mitglieder beteiligt haben. Insofern wundert mich der dortige Widerstand überhaupt nicht. Es wurde ja auch gut dagegengehalten. :-)
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17. Juni 2007 um 12:26
Hab noch was vergessen: Sehe ich das richtig, dass die SPD da derzeit noch keine klare Linie hat?
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17. Juni 2007 um 12:50
@Henning:
zu 1: Das war ein Missverständnis…. 100% halte ich auch für vernünftig. Zum Thema Linie der SPD: Da muss ich sagen, die entwickelt sich halt immer weiter (so würde ich es ja mal positiv beschreiben) und an vielen Schlachten zu dem Thema war ich auch schon beteiligt.
Der Bildungsaufbruch der SPD soll eine gemeinsame Diskussion sein, deren Ergebnis dann die Weiterentwicklung unserer Position darstellen soll. Das halte ich für einen klugen Ansatz der Bürgerbeteiligung. Soll aber nicht bedeuten, dass die SPD keine Linie hat und sich der Beliebigkeit hingibt!
Und dass es in deinem Blog hochergeht ist ja zu begrüßen ;-)
Sebastian
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