Erhard Eppler kann's immer noch
Gerade hat es Erhard Eppler in seinem Redebeitrag zum Programm geschafft, dass sich alle Delegierten wieder im Saal versammelten. Auch das sonst übliche Hintergrundgemurmel verstummte.

Er ging in seiner Rede unter anderem auf die Notwendigkeit eines neuen Programmes ein. Die Unterschiede zwischen 20. Jahrhundert, in dem die Bürger vor dem Staat geschützt werden mussten und dem 21 Jahrhundert, in dem die Aufgaben des Staates vor Privatisierungen geschützt werden müssen, sollten sich auch in einem Programm wiederfinden. Neben der inneren Sicherheit, bei der er auch private Gefängnisse ablehnt, nannte er die Bildung, “die Menschenrecht ist, das zu sichern der Staat die verdammte Pflicht und Schuldigkeit hat.”
Auch zur geänderten Parteienlandschaft wurden seine Worte mit viel Beifall bedacht. Der Gegner der SPD sei nicht die Linke sondern der Marktradikalismus. Auch Überlegungen die SPD müsse Alternativen zur Linkspartei ausarbeiten erteilte er eine Absage. Nach seinem Schlusswort “Die Alternative zu Oskar Lafontaine ist einfach Seriosität” dauert der Beifall sehr lange an.



7. Juli 2007 um 23:49
Erhard Eppler ist einfach ein Politiker der alten Schule. Ich habe selten einen Menschen bei Reden zugehört und vor allem zugesehen, die derartig überzeugend ihre Standpunkte vertreten können. Bei Erhard Eppler kommt die faszinierende Körpersprache hinzu, die das Zusehen zu einem Erlebnis machen. Aus diesem Grund war seine Rede zu seinen Arbeiten diejenige, die die größte Aufmerksamkeit bei Delegierten und auch den Medien erweckt hat.
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8. Juli 2007 um 20:33
zahlreiche flyer wurden mit dem text anläslich des partei tags verteilt
aber damit sich die höhern abgeordneten nicht daran stören wurden die warscheinlich alle vorsorglich wieder eingesammelt
vieleicht ereicht das über den komentar noch den einen oder andern
Verarmung, Globale-Erwärmung, faschistische Umtriebe und allgemeiner gesellschaftlicher Verfall sind nur Nebenprodukte des kapitalistischen Systems welches uns ohne Einverständnis auferlegt worden ist.
Die Probleme der Welt werden sich daher nicht ändern lassen ohne dass die Rahmenbedingungen, in denen wir uns bewegen, grundlegend geändert werden. Es ist daher notwendig dass sich die SPD einem drastischen Linksruck unterzieht, um eine Partei zu werden die sie von den neoliberalen Machenschaften der CDU und der FDP abhebt.
Wir brauchen keine neue Linke und keine Links-Partei. Die SPD muss nur ehrlich an ihre Wurzeln anknüpfen und so den Linken Rand wieder einbinden. Ansonsten verschwimmt sie weiter im einheitsgrau der Parteien.
Denn momentan ist es leider so, dass der letzte soziale Rest der SPD das “S” im Namen ist. Dies ist ein Zustand den eigentlich kein sozial gesinnter Mensch dulden sollte. Soziales Leben ist innerhalb von kapitalistischen Zwängen einfach nicht möglich! Deshalb entlarvt sich eigentlich jeder, der sich sozial nennt und die Überwindung des Kapitalismus für nicht erstrebenswert hält, der Heuchlerei.
Das macht die SPD für einen ernsthaft links gerichteten Menschen zum jetzigen Zeitpunkt unwählbar. Denn ohne das Ziel das Diktat des Kapitals abzuwerfen, bleiben selbst anständige Ansätze nichts weiter als hohle Worte.
Darum Kampf dem Kapital! Für eine starke, radikale Linke und für einen modernen Sozialismus
das System ist der Fehler.
ag. soziale kämpfe, (akb).
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