Die CDU auf der Suche nach … nach was eigentlich?
Es ist schon erstaunlich, wie ausgerechnet die CDU, die seit Monaten nicht müde genug ist, der SPD einen Linksruck vorzuwerfen, schon nach einer eher mittelmäßigen Landtagswahl derart ins Schleudern kommt, dass alte Wunden wieder aufbrechen. Fragen, ob man sich vielleicht doch ein sozialeres Profil anlegen sollte oder das mit der Jugendkriminalität doch gar nicht so gemeint hat. Und “Al-Wazir” scheint der CDU in Hessen nun vielleicht doch ein gar nicht so schlechter Bursche zu sein, mit dem karibische Feste organisiert werden könnten (wenn er denn wollte).
Doch bevor das hier ins Verlustige abdriftet: Offenbar schämt man sich heutzutage, sozial zu sein. Ursula Engelen-Kefer, lange Zeit stellvertretende DGB-Vorsitzende, sagte einmal folgenden Satz: “Heute ist alles Soziale so peinlich wie Hämorrhoiden.” Ist sozial inzwischen gar asozial? Muss es wirklich sein, dass das Soziale inzwischen einer Partei zugeschoben wird, die von sich aus sagt, dass sie eigentlich die ideale Oppositionspartei sei? Soziale Themen sind nicht per Abonnement mit den Linken verbunden und dürfen schon gar nicht reine Oppositionsthemen sein, soziale Themen müssen vor allem die Volksparteien anpacken und gerade hier fest verankern. Das ist das, was die CDU als “Linksruck” an der SPD brandmarkt. Aber fehlt das der CDU nicht gerade jetzt auch? Wieso wirken wohl soziale Wahlkampfthemen bei der CDU inzwischen eher als Bumerang?
Wir bitten um Kommentare.



3. Februar 2008 um 18:34
Auch die SPD ist wohl auf der Suche – nach einer Mehrheit, die vor ihr liegt, die sie aber nicht sehen will. Und das Soziale, das sie zu vertreten vorgibt, kann sie mit der CDU nie umsetzen, mit der Linken aber wohl. Mehr:
http://www.blogsgesang.de/2008/02/02/die-vergifteten-ratschlaege-der-rechthaber/
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