Die CDU auf der Suche nach … nach was eigentlich?

Es ist schon erstaunlich, wie ausgerechnet die CDU, die seit Monaten nicht müde genug ist, der SPD einen Linksruck vorzuwerfen, schon nach einer eher mittelmäßigen Landtagswahl derart ins Schleudern kommt, dass alte Wunden wieder aufbrechen. Fragen, ob man sich vielleicht doch ein sozialeres Profil anlegen sollte oder das mit der Jugendkriminalität doch gar nicht so gemeint hat. Und „Al-Wazir“ scheint der CDU in Hessen nun vielleicht doch ein gar nicht so schlechter Bursche zu sein, mit dem karibische Feste organisiert werden könnten (wenn er denn wollte).

Doch bevor das hier ins Verlustige abdriftet: Offenbar schämt man sich heutzutage, sozial zu sein. Ursula Engelen-Kefer, lange Zeit stellvertretende DGB-Vorsitzende, sagte einmal folgenden Satz: „Heute ist alles Soziale so peinlich wie Hämorrhoiden.“ Ist sozial inzwischen gar asozial? Muss es wirklich sein, dass das Soziale inzwischen einer Partei zugeschoben wird, die von sich aus sagt, dass sie eigentlich die ideale Oppositionspartei sei? Soziale Themen sind nicht per Abonnement mit den Linken verbunden und dürfen schon gar nicht reine Oppositionsthemen sein, soziale Themen müssen vor allem die Volksparteien anpacken und gerade hier fest verankern. Das ist das, was die CDU als „Linksruck“ an der SPD brandmarkt. Aber fehlt das der CDU nicht gerade jetzt auch? Wieso wirken wohl soziale Wahlkampfthemen bei der CDU inzwischen eher als Bumerang?

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Veröffentlicht von

Besim Karadeniz

Vorstandsmitglied und Pressesprecher des Kreisverbands Pforzheim, Vorsitzender des OV Pforzheim Mitte-Süd-Ost, Mitglied im Migrationsbeirat der SPD Baden-Württemberg und der Projektgruppe Internet, Blogger im eigenen Blog blog@netplanet und einer der Blog-Administratoren dieses Sendeplatzes. :-)

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