Monatsarchiv für Februar 2009

 
 

Das “teAM” ist wieder da.

Das hätten wir uns ja fast denken können, dass es schon beim Namen des CDU-Unterstützerteams für die Bundestagswahl an Kreativität klemmt. Mit “teAM Deutschland” beweist man offensichtlich eine seltene Harmonie zwischen mäßigem Ideenreichtum und Festhalten an ollen Kamellen, den irgendwie gab es da doch schon mal etwas ähnliches. Ersteres die Team-Version aus dem Jahr 2005, letzteres die Version aus dem Jahre 2009:

"teAM Zukunft" aus dem CDU-Bundestagswahlkampf 2005 "teAM Deutschland" aus dem CDU-Bundestagswahlkampf 2005

Menschmenschmensch, ich dachte schon, da kommt jetzt der richtig dicke CDU-Hammer dieses Jahr, so lange, wie die CDU dem adäquaten Internet-Campaigning schon hinterherläuft. Dass es dabei nur aus der Zukunft wieder nach Deutschland geht und dann offensichtlich auch noch das Barack-Obama-Ei Pate für das Ding da rechts oben stehen musste – das hätte ich dann doch nicht erwartet.

Die Idee mit dem Versalien kann man andererseits auch ganz anders schön einsetzen:

No Ma'AM.

Sorry Folks, ich musste bei dieser Steilvorlage einfach den Ball einlochen. Peace. ;-)

Oettingers Phrasendrescherei (1)

Die aktuelle Krise in der Automobilwirtschaft beflügelt den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger offenbar zu ganz anderen, höchst phänomenalen Ansichten. Beim 7. Politischen Aschermittwoch in Fellbach konstatierte er die Krise von General Motors folgendermaßen (zitiert aus den Stuttgarter Nachrichten):

Sollte Opel pleite gehen, hätte das nach Oettingers Ansicht keine Nachteile für den Automobilstandort Baden-Württemberg – höchstens Vorteile. Im Südwesten gibt es kein Opel-Werk. Oettinger sagte: "Klar ist: Jeder Opel, der nicht gekauft wird oder nicht gebaut wird, führt zu einem größeren Auftrag bei VW, bei Audi, Mercedes oder bei einem anderen Fahrzeughersteller." Dadurch blieben auch die Aufträge für die Zulieferer im Land "gleich groß".

Ob das sein Parteikollege, der hessische Ministerpräsident Roland Koch, gern gehört haben mag?

Statement von StudiVZ zur Gruppenlöschung

Gestern Abend hatte ich ein nettes Telefongespräch mit der PR-Managerin von StudiVZ, die mir vorab mitteilen wollte, dass die Löschung der Gruppe selbstverständlich ein Versehen und keine böse Absicht war. Heute Morgen nun wurde ich von einem weiteren StudiVZ-Mitarbeiter angerufen, der mir dann noch einmal versichert hat, dass StudiVZ natürlich absolut nichts gegen politische Diskussionen und politische Gruppen hat, sondern ganz im Gegenteil diese Gruppen begrüßt: soziale Netzwerke sollen schließlich die Wirklichkeit abbilden, und dazu gehört nunmal auch, dass es Menschen mit verschiedenen politischen Meinungen gibt.

Hier also nun das Statement von StudiVZ, das mich per E-Mail erreicht hat:

Dass die SPD-Gruppe gelöscht wurde, war natürlich keine böse Absicht, sondern ein Fehler unseres Supports, für den wir uns in aller Form entschuldigen. Inzwischen ist eine neue SPD-Gruppe wieder aktiv, die selbstverständlich herzlich willkommen ist. Politische Diskussionen spielen insbesondere im Wahljahr 09 in unseren sozialen Netzwerken eine zentrale Rolle.

In diesem Sinne also: lasst uns die neue SPD-Gruppe mit Leben erfüllen.

PS: Bei Basic Thinking und anderswo wurde ebenfalls zum Thema diskutiert.

Die StudiVZ-Löscher und die SPD-Gruppe

Was gerade bei StudiVZ passiert, ist schlichtweg unglaublich: die Gruppe “SPD”, eine der größten und aktivsten politischen Gruppen, wird um den 9. Februar herum ohne jede Benachrichtigung einfach gelöscht. Von StudiVZ oder Holtzbrinck gibt es keinerlei Rückmeldung oder Begründung.

Die SPD-Gruppe wird daraufhin neu gegründet, im bitteren Bewusstsein, dass man eine Weile brauchen wird, um die ursprüngliche Mitgliederstärke wieder zu erreichen.

Dann vor wenigen Tagen der erneute Schock: auch die neu gegründete SPD-Gruppe wurde gelöscht, auch dieses Mal ohne Angabe von Gründen, ohne jegliche Benachrichtigung durch Administratoren oder den StudiVZ-Support.

Unter diesen Aspekten kann nur davon abgeraten werden, StudiVZ als Plattform für ernsthafte politische Diskussionen zu nutzen, wenn man nicht riskieren will, dass von einem Moment zum anderen alle Daten sang- und klanglos im Datennirvana verschwinden.

Kampf den Terror-Kindern!

Zu Forderungen des CSU- Bundestagsabgeordneten und Unions-Innen”Experten” Uhl, künftig auch “terrorverdächtige” Zwölfjährige vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen meint Jörg Tauss, Mitglied des Vorstands der SPD- Bundestagsfraktion::

Warum so zaghaft, Herr Uhl?

Es reicht nicht, wie von Herrn Uhl gefordert, “terrorverdächtige” Menschen im jugendlichen Alter von 12 Jahren durch den Verfassungsschutz überwachen zu lassen. Die CSU muss im Interesse der steigenden Terrorgefahr endlich konsequent werden: Die Überwachung ist auf alle terrorverdächtigen Babys und selbstverständlich nach oben offen auszuweiten. Die Einrichtung einer eigenen Kleinkindabteilung beim Bundesamt für Verfassungsschutz ist unabdingbar.

Die biometrische Erfassung von Fingerabdrücken und unveränderbaren Gesichtsmerkmalen ist noch im Kreissaal bei Neugeborenen unabdingbar. Schließlich wurden, ob es nun Wiedergeburten gibt oder nicht, nachweislich 100% aller Terroristen und Selbstmordattentäter zu Beginn ihres Lebens von verantwortungslosen Müttern überhaupt erst zur Welt gebracht!

Eine früh festgestellte terroristische Karriere könnte durch rechtzeitige Kleinkindrasterfahndung gestoppt werden. Doch muss noch früher angesetzt werden: Die Forschungspolitiker sollten sich endlich dafür einsetzen, pränatal und präventiv mit Hilfe der Gendiagnostik terroristischen Veranlagungen schon im Mutterleib auf die Spur zu kommen. Das Terror – Gen muss endlich gefunden werden! Kindergärten sind auf die bereits früh auffälligen Terroristen hin zu durchsuchen.

Wem fällt noch was ein? Denn Uhl lehrt uns: Der Terror ist schließlich immer und überall.

Klare energiepolitische Linie

Wir brauchen eine eindeutig regenerativ ausgerichtete Strategie. Die Grundvoraussetzung dafür ist aber, die oligopolistischen Strukturen in der Energieerzeugung zu zerstören und die Energieversorgung wieder zu kommunalisieren.

Zugleich müssen wir die konjunkturellen Impulse verbinden mit einer konsequenten ökologischen Erneuerung. Investitionen in die Infrastruktur müssen also das ökologische Umsteuern unterstützen.

Wie in China…

In dem folgenden Video äußert sich Generalsekretär Jörg Tauss in einem Interview zu seiner Einschätzung nach einer Expertenanhörung im Deutschen Bundestag über die von Familienministerin Von der Leyen angeregte Sperrverfügung. Damit ist die zeitweilige Sperrung von Internetanschlüssen gemeint, mit denen Straftäter bestraft werden sollen…

CSU? Bäääääääh ….

Am Samstag war Frank Steinmeier auf dem Landesparteitag in Singen und hat eine begeisternde Rede gehalten. Dabei kam es zu einem lustigen Zwischenfall in einer Passage, als der Kanzlerkandidat über den Mitbewerber CSU sprach. Als das das Wort “CSU” fiel, ja, da war wohl eine sehr junge Teilnehmerin sehr erschrocken …

Landesparteitag Singen: Die Grundlagen sind gelegt …

Unsere Landesliste für die Bundestagswahl am 27. September steht: Fast alle baden- württembergischen SPD-Bundestagskandidat(inn)en sind darin aufgenommen.

Claudia Sünder (Aalen- Heidenheim) und Jan Moenikes  (Ludwigsburg) wollen es nach Gegenkandidaturen auf dem Parteitag in ihren Wahlkreisen allerdings direkt versuchen – Respekt. Hoffentlich wird das bei der Wahl auch belohnt.

Von besonderem Interesse in Singen  war natürlich der vordere Listenbereich: Er wird von Ute Vogt und unserem Staatsminister im Außenamt, Gernot Erler, angeführt. Platz 3  hat unsere Finanzexpertin Nicolette Kressl. Alle weiteren Plätze können natürlich auch auf unserer Homepage eingesehen werden.

Neben der Landesliste stand der begeisternde Auftritt unseres Kanzlerkandidaten im Mittelpunkt des auch im Internet  mitzuverfolgenden Singener Parteitags. Frank Steinmeier verwies zu  Recht auf die “sozialdemokratische Handschrift” des Konjunkturprogramms  und kritisierte die Konzeptionslosigkeit der Union, die in der letzten Zeit vor allem mit Michel Glos statt mit Wirtschaft beschäftigt gewesen war. Gegenwärtige Umfrageergebnisse kommentierte Steimeier spöttisch. jetzt kommt es darauf an, die  Partei zu mobilisieren und für die SPD zu kämpfen. Die Grundlagen hierfür wurden am Samstag in Singen durch die baden- württembergischen Sozis jedenfalls gelegt.

“Unser Jahrzehnt ” wird in  den nächsten Wochen jetzt auch programmatisch vorbereitet. Wir laden dazu ein, mitzumachen:  Arbeit, Bildung und Soziales werden im  Mittelpunkt der inhaltlichen Wahlvorbereitung stehen.

Parteitag-Nachlese

Gestern Abend ging irgendwann alles ganz furchtbar schnell. Delegierte mussten ihre Züge und ihre Busse kriegen, u.a. auch ich, weshalb das Blog plötzlich und unvermittelt nicht mehr weiter mit Inhalten befüllt wurde.

Deshalb nun nachträglich die komplette Landesliste der SPD Baden-Württemberg für die Bundestagswahl 2009:

Listenplatz Name
1 Ute Vogt
2 Gernot Erler
3 Nicolette Kressl
4 Christian Lange
5 Hilde Mattheis
6 Karin Roth
7 Jörg Tauss
8 Ute Kumpf
9 Hermann Scheer
10 Peter Friedrich
11 Rainer Arnold
12 Elvira Drobinski- Weiß
13 Martin Gerster
14 Katja Mast
15 Lothar Binding
16 Josip Juratovic
17 Rita Schwarzelühr- Sutter
18 Stefan Rebmann
19 Annette Sawade
20 Johannes Jung
21 Martin Rosemann
22 Jana Zirra
23 Lars Castellucci
24 Gabriele Teichmann
25 Johannes Fechner
26 Sebastian Weigle
27 Angela Godawa
28 Thorsten Majer
29 Saskia Esken
30 Sascha Binder
31 Franziska Engehausen
32 Peter Fischer
33 Anne Jenter
34 Jochen Jehle
35 Friedrich Scheerer
36 Werner Henn
37 Walter Krögner

Mittlerweile wurden auch einige Bilder online gestellt. Wer selbst ebenfalls Bilder bei Flickr hochlädt, ist herzlich eingeladen, diese zur Flickr-Gruppe SPD Baden-Württemberg hinzuzufügen. (Außerdem wäre es sinnvoll, Bilder vom Parteitag bei Flickr mit lpt09 zu verschlagworten.)

Die inhaltlichen Anträge sind noch nicht online verfügbar.

Wir danken den Leserinnen und Lesern und hoffen, es hat ihnen so viel Spaß gemacht wie uns, den Parteitag online zu verfolgen!

In der Presse:

Bilder: