Die StudiVZ-Löscher und die SPD-Gruppe

Was gerade bei StudiVZ passiert, ist schlichtweg unglaublich: die Gruppe „SPD“, eine der größten und aktivsten politischen Gruppen, wird um den 9. Februar herum ohne jede Benachrichtigung einfach gelöscht. Von StudiVZ oder Holtzbrinck gibt es keinerlei Rückmeldung oder Begründung.

Die SPD-Gruppe wird daraufhin neu gegründet, im bitteren Bewusstsein, dass man eine Weile brauchen wird, um die ursprüngliche Mitgliederstärke wieder zu erreichen.

Dann vor wenigen Tagen der erneute Schock: auch die neu gegründete SPD-Gruppe wurde gelöscht, auch dieses Mal ohne Angabe von Gründen, ohne jegliche Benachrichtigung durch Administratoren oder den StudiVZ-Support.

Unter diesen Aspekten kann nur davon abgeraten werden, StudiVZ als Plattform für ernsthafte politische Diskussionen zu nutzen, wenn man nicht riskieren will, dass von einem Moment zum anderen alle Daten sang- und klanglos im Datennirvana verschwinden.

Veröffentlicht von

Christian Soeder

Freier Mitarbeiter Internet SPD Baden-Württemberg

23 Gedanken zu „Die StudiVZ-Löscher und die SPD-Gruppe“

  1. Sauerei!

    Das ist ja wohl Zensur erster Güte. Sind die Medien schon eingeschaltet? Das würde ich so nicht einfach hinnehmen. Wir leben hier doch in keinem Zensurstaat!

  2. Gab’s denn inzwischen eine Kontaktaufnahme SPD -> Holzbrinck/StudiVZ? Wäre ja schon interessant, zu wissen, warum sowas passiert. (Hätte da im Hinterkopf noch so eine These von wegen allgemeine Politikfurcht der deutschen, vgl. auch die Handhabung bei XING, wo es keinerlei parteipolitische Gruppen geben darf usw.).

  3. Hallo,

    nachdem nur die Bundestagsparteien ein Edelprofil im StudiVZ
    erhalten haben, habe ich die Initiative
    ergriffen und ein eigenes Profil für die „Piratenpartei Deutschland“ gegründet.

    Dieses wurde soeben ohne Vorankündigung gelöscht und ich wurde von dem Team der SPD (nachdem ich die Bitte um Mithilfe geäußert hatte) auf ihrer Seite geblockt.

    mehr auf
    http://forum.piratenpartei.de/viewtopic.php?f=1&t=4976&start=15#p51722

    Grüße des StudiVZ-Piraten

  4. Richtig so.
    Der durch die durchaus gerechtfertigte Politisierung des Internets entstandene populistisch-quietschebunte Internetwahlkampf/ Stimmenfang hat in solchen Social-Network-Seiten nichts verloren.
    Die Löschung ist gerechtfertigt und sollte meines Erachtens nur die erste unter vielen sein!

  5. Für mich geht es in Ordnung, wenn Soziale Netzwerke für den Wahlkampf genutzt werden. Wer sich dort nicht austauschen will, oder sich nicht mit dem Thema beschäftigen will, der kann das ganz einfach lassen, wie im richtigen Leben auch. Wieso sollte man die neuen Medien nicht ebenfalls für den Wahlkampf einsetzen? Auf jeden Fall werden dadurch neue mögliche Wähler mobilisiert.

    LG
    Mareike

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