Arbeit für Wenige?
Wo bleibt eigentlich der kollektive Aufschrei angesichts der Resignation der Mehrheit der Parteien in Sachen Arbeitsplätze? Da arbeitet die SPD derzeit als einzige Partei ernsthaft daran, dass Vollbeschäftigung ein Ziel bleiben kann – und wir lassen zu, dass andere nur gelangweilt abwinken und uns in die Ecke von Träumenden stellen? Ich meine, es lohnt sich zu streiten! Arbeit bedeutet Teilhabe. Dabeisein, sich entwickeln, sich einbringen, gebraucht werden. Politik schafft nicht unmittelbar Arbeitsplätze – aber es gibt Bedingungen, die wir brauchen, damit neue Arbeit entsteht! Das uneingeschränkte ja zu erneuerbare Energien – oder kostenlose Bildung, damit wir jeder Begabung eine Chance geben – oder anständige Bezahlung in klassischen Frauenberufen – sonst ist nämlich keine mehr da, die künftig den Bedarf in Erziehung, Bildung, Pflege und Gesundheit deckt!


18. August 2009 um 13:11
Sehr geehrte Frau Vogt,
ich schätze Sie schon einige Zeit als kompetente, sozialliberale Politikerin die es mit Ihrem Enthusiasmus und Ihrer offen Art leicht hat die Menschen für sich und Ihre Ziele zu begeistern. Leider scheint es mir, dass Sie Ihr Talent und Ihren Fleiß oft, ja ich meine schon viel zu oft, unbemerkt von der (nicht immer klugen) Masse des Wahlvolkes, verschwenden. Warum? Jeden einzelnen Ihrer klugen Sätze kann ich nur dick rot unterstreichen! Es lohnt sich für Arbeit zu streiten. Arbeitslose Menschen sind ausgeschlossen, in einer Gesellsacht in der leider, der materielle Wohlstand zum sprichwörtlichen golden Kalb erkoren wurde. Es fällt Langzeitarbeitslosen immer schwerer sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Oft geht Arbeitslosigkeit einher mit sozialem Abstieg und wir erleben mitten unter uns eine Art „arbeitslose“ Schicht, die das Fehlen von Arbeit bereits in die nächste Generation vererbt!
Erneuerbare Energien, Medizin und Pflege sind mit die wichtigsten Branchen in denen wir in den nächsten 10 Jahren Millionen Arbeitsplätze schaffen können und werden! Ich bezweifle jedoch stark das eine liberal-konservative Regierung diese Chancen nutzen wird. Wie mir scheint setzten Westerwelle und Merkel auf die gute alte Tradition ganz im Sinne des Sherif von Nottingham: nehmt es den Armen und verteilt es unter den Reichen!
Ich bitte Sie stehen sie (verzeihen Sie mir: endlich!) auf und kämpfen sie für eine sozialdemokratische, liberale und ökonomische Politik in unserem Land!
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