Keine Zeit vergeuden
“Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren.” Und auch wenn das Ergebnis schmerzt, es gibt trotzdem ein gutes Gefühl für eine Sache hin zustehen und für seine Überzeugung zu kämpfen. Und man kann seine Überzeugung auch nicht wie ein Hemd wechseln, nur weil Sie mal nicht so gut ankommt und auf Widerstände stösst. Man kann aber anerkennen, dass andere besser überzeugt haben. Im Wahlkreis Stuttgart 1 war das Stefan Kaufmann, dem ich zu seinem Erfolg herzlich gratuliere. Bemerkenswert ist, dass manch einer jetzt das Bedürfnis hat noch einmal kräftig nach zutreten. Oder hämisch zu sein. Wie wär`s mit Größe zeigen ? Dem Gewinner seinen Sieg zugestehen und nicht die Zeit für hämische Gedanken und Zeilen verschwenden. Sondern lieber die Zeit nutzen und aufbauen. Denn bei den neuen Regierungsmehrheiten werden alle noch dringend gebraucht, die wollen, dass wir aus der Krise lernen und umdenken !



29. September 2009 um 11:51
“Wie wär`s mit Größe zeigen?” – Ja, Frau Vogt, da spricht wahrlich die richtige. Mir fehlen da echt die Worte. Haben Sie Ihren eigenen Auftritt nach der Kommunalwahl in Stuttgart vergessen? Zumindest wurden Sie in der Presse als “Absahner! Absahner!” rufend zitiert, als Herr Wölfle auf Sie zugehen wollte.
Bornierte Verbohrtheit hat die SPD als ganzes dorthin gebracht wo sie jetzt ist. Die SPD braucht schon seit langem mehr Offenheit, mehr Diskussion und weniger Hinterzimmer. Und wahrscheinlich auch mehr Erklärung ihrer eigenen Positionen – und vor allem mehr Glaubwürdigkeit.
Insofern ist die Krise der SPD auch eine echte Chance. Mehr Sozialdemokratie und weniger CDU-Imitat wäre jedenfalls ein Anfang.
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29. September 2009 um 12:06
Was Sie gelesen haben Herr Fuchs, weiß ich nicht. Ich habe das von Ihnen zitierte weder am Wahlabend noch danach gesagt und wurde so auch nicht zitiert !
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29. September 2009 um 12:21
Frau Vogt, Sie haben völlig recht. Ich bitte um Verzeihung.
Nicht Sie wurden so zitiert, sondern Frau Kumpf, in der Stuttgarter Zeitung vom 9.6. – ich muss mir offenbar wieder vor Augen führen, was ich Journalisten auch allzu gerne vorwerfe: Erinnerung ist manchmal trügerisch und will vor dem Schreiben überprüft sein…
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29. September 2009 um 17:16
LOL!
Frau Vogt zeigen sie Größe, treten sie als Landesvorsitzende zurück und verzichten sie vor allem auf ihr Mandat in Berlin das sie nur über den sicheren Listenplatz ergattern konnten. Denn wie wollen sie in den kommenden Jahren eine glaubhafte Oppositionspolitik betreiben und die SPD erneuern wo sie doch die meisten Grausamkeiten der letzten 11 Jahre mit beschlossen oder zumindest mitgetragen haben.
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30. September 2009 um 11:06
Also ich glaube nicht, dass es uns hilft, wenn nun plötzliche alle zurücktreten oder ihr Mandat zurückgeben würden, egal, auf welchem Weg sie es bekommen haben. Reicht es nicht, dass sich die Fraktion eh schon fast halbiert hat? Wir brauchen keine Rück- sondern Eintritte und die Möglichkeit, dass überhaupt jemand Verantwortung ergreifen kann und es auch will. Wer meint, es besser machen zu können, muss ja nur tätig werden. Kommt der Partei doch eher zugute, als aufzuzählen, wer alles warum jetzt seinen Hut nehmen sollte. Aber in diesem “Sichselbstauflösen” ist die SPD ja eh spitzenmäßig und dann aber so, dass es auch jeder in der Öffentlichkeit mitbekommt. Und da fragt man sich, warum wir solche Zahlen haben? Wie sagte Adolf Kolping: “Nicht schöne Worte zieren (den Mann), sondern die Tat.”
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30. September 2009 um 13:05
Wir brauchen einen Neuanfang und wir brauchen vor allem eine gründliche Analyse. Eine Analyse, die man „mit“ und nicht an den Mitgliedern vorbei führt. Ich begrüße ja, dass sich die Partei kämpferisch gibt. Aber jetzt nur „Köpfe“ rollen zu lassen, das halte ich nicht für die Lösung.
Was ist denn mit unserer einstmals großen Diskussionskultur? Aus Angst vor negativer Medienberichterstattung (die ist uns eh stets gewiss) hat man das notwendige Ringen um Inhalte völlig aus den Augen verloren. Die Art „wie“ die Agenda in der Partei durchgepeitscht wurde ist mindestens ein so großes Problem, wie ihre Fehler.
Ich wünsche mir nach gründlichen Debatten auf allen Ebenen einen Neuanfang, hinter dem die Mitglieder auch wirklich stehen. Dafür braucht es hier bei uns keinen „Wechsel“ an der Spitze, sondern eine Parteiführung die zuhört und versteht.
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