Schulpolitik: Im Südwesten nichts Neues
Marion Schick, die neue CDU-Kultusministerin Baden-Württembergs, will am dreigliedrigen Schulsystem festhalten. Und damit ignoriert sie alle namhaften Expertinnen und Experten, die alle unisono sagen: länger gemeinsam lernen ist absolut notwendig.
Die Südwest-CDU zeigt damit erneut, dass sie nichts anderes ist als eine Ansammlung von Strukturkonservativen, die weder die Lust noch die Fähigkeit haben, sich auf neue gesellschaftliche Herausforderungen einzustellen.
Es ist schlichtweg grotesk: in Hamburg geht eine Allparteien-Koalition eine Reform des Schulsystems an, in Baden-Württemberg träumt die CDU von früheren Zeiten.
Die SPD hat mit dem Bildungsaufbruch ein wegweisendes Konzept. Im Landtagswahlkampf muss Bildung das Mega-Thema werden. Ein großer Sozialdemokrat und Kommunalpolitiker, der leider zu früh gestorben ist, erklärte mir einmal, dass man sich Verbündete für die richtige Politik suchen muss: und wer wäre ein besserer Verbündeter als Eltern, die für ihre Kinder bessere Bildung wollen und genug von dem kaputten Schulsystem haben?



3. März 2010 um 14:10
Schule im Blickpunkt (Feb. 2010) schreibt dazu: “Nachhilfe kostet Eltern Millionen. Baden Württemberg an der Spitze mit durchschnittlich 113,– Euro pro Schüler.” Wer dann noch behauptet, dass Schulsystem in BW sei Spitze, der ist wohl auf beiden Augen blind. Und ganz klar ist dabei auch, dass die Kinder aus sozial Schwachen Familien dadurch auf der Strecke bleiben!
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1. April 2011 um 12:46
In HH ist man ja gewaltig an den Eltern gescheitert!
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1. April 2011 um 13:04
Vielleicht zahlen die Eltern desh. so viel Geld für Nachhilfe, weil sie die (Grundschul-)Lehrerempfehlungen ignorieren?! Habe jahrelang in Japan gelebt, bin gerade erst seit zwei Monaten wieder in Deutschland – in Japan haben fast 100 (HUNDERT!)Prozent aller Schüler zusätzlich zum normalen Schulunterricht Nachhilfe in speziellen Nachhilfe- und Paukschulen! Das gilt als NORMAL, GUT und WICHGTIG! Interessant, was? Bevor man immer über das eigene System stänkert, sollte man ab und an über den Tellerrand (der engen Bundeslandwelt) schauen!
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29. April 2011 um 16:14
Die Abschaffung der Werkrealschule nach einem Jahr ist schon bemerkenswert.
Die Schul-Speisung in der Ganztagsschule wird scheitern, sobald die Leute kapieren, dass sie selber dafür latzen müssen.
Das gescheiterte Hamburger Schulmodell wird vielleicht von den Baden-Württembergern bejubelt werden, andererseits: Laut Pisa-Studie sind die gar nicht so blöd – vergleichsweise.
Wieso verlang die SPD nicht den MP-Sessel zu Halbzeit der Amtsperiode? Kapier ich nicht. Habe ich in der Schule beim Promille-Rechnen was verwechselt?
Wenn einer beim Marathonlauf 0,8 Sekunden langsamer ist als der Erste: Alles klar. Erster ist Erster.
Aber hier sind zwei Parteien fast gleich durchs Ziel und der Posten wäre demokratisch teilbar.
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15. Mai 2011 um 19:31
Was mir bisher niemand plausibel erklärt hat, ist, warum man, um die lernschwachen Schüler fördern zu können, die lernstarken Schüler bestrafen muss?
Sie wollen die lernschwachen Scüler fördern? Tun Sie es: mit kleinen Klassen, mehr Betreuung, Sprachförderung, Bildungsgutscheinen usw. usw.. Aber lassen Sie die guten Schüler lernen!
Meine Tochter langweilt sich in der 1. Klasse bereits ohne Ende, weil sie permanent auf Schüler “warten” muss, die die deutsche Sprache schlecht beherrschen,nach einem dreiviertel Jahr kaum rechnen und lesen können, eine Schere nicht zu verwenden wissen usw.. Die engagierte Lehrerin kann und will sie nicht zurück lassen, also zahlen die guten Schüler die Zeche, denn sie kommen nicht voran.
Und für die Ganztagsschule gilt das Ganze in verschärfter Fassung: Für manche Schüler mag sie hilfreich sein; für manche Schüler wäre sie aber ein extremer Rückschritt gegenüber dem, was sie heute an Förderung haben.
Aber vermutlich geht es Ihnen ja auch nicht um Problemlösung, sondern um gnadenlose Gleichmacherei.
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