Schulpolitik: Im Südwesten nichts Neues

Marion Schick, die neue CDU-Kultusministerin Baden-Württembergs, will am dreigliedrigen Schulsystem festhalten. Und damit ignoriert sie alle namhaften Expertinnen und Experten, die alle unisono sagen: länger gemeinsam lernen ist absolut notwendig.

Die Südwest-CDU zeigt damit erneut, dass sie nichts anderes ist als eine Ansammlung von Strukturkonservativen, die weder die Lust noch die Fähigkeit haben, sich auf neue gesellschaftliche Herausforderungen einzustellen.

Es ist schlichtweg grotesk: in Hamburg geht eine Allparteien-Koalition eine Reform des Schulsystems an, in Baden-Württemberg träumt die CDU von früheren Zeiten.

Die SPD hat mit dem Bildungsaufbruch ein wegweisendes Konzept. Im Landtagswahlkampf muss Bildung das Mega-Thema werden. Ein großer Sozialdemokrat und Kommunalpolitiker, der leider zu früh gestorben ist, erklärte mir einmal, dass man sich Verbündete für die richtige Politik suchen muss: und wer wäre ein besserer Verbündeter als Eltern, die für ihre Kinder bessere Bildung wollen und genug von dem kaputten Schulsystem haben?

 
 
 

Ein Kommentar zu “Schulpolitik: Im Südwesten nichts Neues”

  1. Petra K.
    3. März 2010 um 14:10

    Schule im Blickpunkt (Feb. 2010) schreibt dazu: “Nachhilfe kostet Eltern Millionen. Baden Württemberg an der Spitze mit durchschnittlich 113,– Euro pro Schüler.” Wer dann noch behauptet, dass Schulsystem in BW sei Spitze, der ist wohl auf beiden Augen blind. Und ganz klar ist dabei auch, dass die Kinder aus sozial Schwachen Familien dadurch auf der Strecke bleiben!

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