Atommüll

„Dieses ist, soweit ich es sehen kann, wenn man es ernstlich behandeln will, überhaupt kein Problem. … Ich habe mir in Karlsruhe sagen lassen, dass der gesamte Atommüll, der in der Bundesrepublik im Jahr 2000 vorhanden sein wird, in einen Kasten hineinginge, der ein Kubus von 20 Meter Seitenlänge ist. Wenn man das gut versiegelt und verschließt und in ein Bergwerk steckt, dann wird man hoffen können, dass man damit dieses Problem gelöst hat.“ Zitat des Physikers Carl Friedrich von Weizsäcker aus dem Jahr 1969 – angesichts der aktuellen Regierungspolitik fürchte ich, dass CDU, CSU und FDP das heute noch glauben.

 
 
 

4 Kommentare zu “Atommüll”

  1. Petra K
    5. März 2010 um 08:11

    In diesem Sinne, nicht vergessen: Am 21.03.2010
    Anti-Atom-Aktionstag Neckarwestheim!

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  2. Christian Soeder
    5. März 2010 um 21:18

    Großartiges Zitat. :-)

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  3. Jörg Angerstein
    2. April 2010 um 12:16

    Liebe Ute,
    Carl Friedrich von Weizsäcker ist wie die ganze Familie
    von Weizsäcker glaubwürdig und in der Sache unantastbar.
    Wissenschaftler, die sich für die Nutzung der Kernenergie einsetzen, werden in Deutschland als Handlanger der Atomindustrie diffamiert. Auch Deine Aussage ist einfach aus dem Bauch heraus argumentiert. Du sprichst von Glauben, und Glaube gehört in die Kirche und nicht in die Technik.
    Von Politikern sollte man als Voraussetzung zur Diskussionsteilnahme die erfolgreiche Absolvierung einer technisch und nicht politisch orientierten Grundvorlesung zur Zukunft der Energieversorgung verlangen. Wenn unsere SPD-Politiker mit offensichtlichen Unwahrheiten widerspruchslos argumentieren können, dann spricht das weder für die Wachsamkeit der Partei und noch die der Bürger (Siegmar Gabriel zu Krümmel ist ein Beispiel).
    Wie wird denn Kohlendioxid entsorgt, und welche Mengen fallen an? Deshalb ist es gut, dass man sich um die Endlagerung von Atommüll Sorgen macht und den Atommüll nicht wie das CO2 handhabt.
    Photovoltaik wird subventioniert, effizientere thermische Solarkraftwerke sind aus dem Gesichtsfeld verdrängt.
    Warum?

    Gruß
    Jörg (GR in Flein)

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  4. Ute Vogt
    15. April 2010 um 17:44

    Lieber Jörg,
    ich kenne nicht alle von Weizsäckers und würde mir daher schwer tun sie allesamt grundsätzlich für in der Sache unantastbar zu erklären…….aber beim vorliegenden Zitat ging es nicht darum die Glaubwürdigkeit von Carl Friedrich von Weizsäcker in Frage zu stellen, sondern zu zeigen, wie in der damaligen Zeit die Folgen der Nutzung von Atomenergie grandios unterschätzt wurden ! Ganz sicher findet sich auch unter Wissenschaftlern, die die Atomenergie positiv beurteilen heute keiner mehr, der diese Aussage von 1969 zur Atommüllentsorgung heute noch teilt.
    Auch Wissenschaftler können irren. Du hast recht, Energieversorgung sollte keine Glaubensfrage sein, sondern muss sich an technischen Möglichkeiten orientieren. Aber so wie es in der Politik das pro und contra zur Atomenergie gibt, so findest du es spiegelbildlich auch in Wissenschaft und Technik ! Am Ende ist die Frage, was man verantworten möchte. Und ich finde es falsch weiter auf eine Technik zu setzen, die jährlich 450 Tonnen Atommüll produziert für den es bis heute weltweit noch kein sicheres Endlager gibt !

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