Welche Taktik verfolgen die Grünen?

Auf gruene-bw.de ist zu lesen:

„Unter Ministerpräsident Mappus schlägt den Lesben und Schwulen im Land ein eiskalter Wind entgegen. Es ist ein Armutszeugnis, dass sich die Landesregierung weigert, ein Grußwort zum Christopher Street Day in Stuttgart zu schreiben“, kritisierte die Grünen-Landesvorsitzende Silke Krebs. Weder der Ministerpräsident noch die Sozialministerin Stolz seien bereit, ein schriftliches Grußwort zum größten CSD in Süddeutschland zu verfassen.

Außerdem:

„Ministerpräsident Mappus präsentiert sich einmal mehr als energiepolitischer Dinosaurier, wenn er mal wieder den Ausstieg aus dem Atomausstieg fordert. Mappus legt eine atompolitische Ignoranz hoch drei an den Tag: Er ist ignorant gegenüber den Risiken der Atomenergie, er ist ignorant gegenüber einer zukunftsfähigen Energieversorgung und er ist ignorant gegenüber dem Bürgerwillen“, kommentierte der Grünen-Landesvorsitzende Chris Kühn das aktuelle Plädoyer von Ministerpräsident Mappus gegen eine Begrenzung der AKW-Laufzeiten.

Und:

„Mappus handelt nach dem Sankt-Florians-Prinzip, wenn er einerseits längere Laufzeiten für den Schrottreaktor Neckarwestheim fordert und andererseits den im Land produzierten Atommüll ins ferne Gorleben abschieben will, obwohl mit Asse und Morsleben bereits zwei Endlager im Salz gescheitert sind. Wir Grünen halten eine solche Politik für völlig unverantwortlich“, sagte der Grünen-Landesvorsitzende Chris Kühn zu Mappus’ Forderung nach einer raschen Entscheidung für die Endlagerung radioaktiver Abfälle in Gorleben.

Und bei bild.de lese ich:

«Er ist kein Grünenfresser, er ist ein Machtpolitiker», sagte Kretschmann der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. «Und Machtpolitiker sind in der Regel sehr geschmeidig, wenn es um die Macht geht.» Wenn Mappus sage, er wolle sich eine Zusammenarbeit mit den Grünen offenhalten, das sei ein Gebot der Klugheit. Kretschmann betonte: «Wenn grüne Kernanliegen durchkommen, ist eine Koalition selbstverständlich möglich.»

Zur Info: Kretschmann ist designierter Grünen-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2011.

Nun stellt sich mir die Frage: was genau versprechen sich die Grünen davon? Getrennt marschieren, vereint schlagen? Ist es wohlüberlegte Taktik oder planloses Rumeiern?

Veröffentlicht von

Christian Soeder

Freier Mitarbeiter Internet SPD Baden-Württemberg

2 Gedanken zu „Welche Taktik verfolgen die Grünen?“

  1. Wo siehst du da Widersprüche? Kretschmann argumentiert da von einem anderen Ausgangspunkt (Wunschtraum schwarz-grün) als Krebs und Kühn. Insofern klingt die Kritik des einen Ks ganz anders als die der anderen beiden Ks. Aber die Richtung ist klar: mit der CDU in BaWü nur, wenn die sich sehr deutlich bewegt. Und zwar um 180°.

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