Christian Ude über Politik und Journalismus

Ganz ausgezeichnet, was Christian Ude im Zeit Magazin schreibt:

Dieselben Magazine, die jahrelang so schwerfälligen Quatsch wie »Bürgerbeteiligung« und »Planfeststellungsverfahren« als Fortschrittsfeinde verurteilten und Chinas Commander Wu als Vorbild priesen, weil der ohne viel Federlesens Schneisen durch Stadt und Land geschlagen hat für seinen Hochgeschwindigkeitszug, erkennen jetzt im Angesicht von Stuttgart 21, dass man Bahnprojekte alle 15 Jahre zum Volksentscheid vorlegen muss, ehe irgendwann eine spätere Generation zur Realisierung schreiten darf. … Auch in der Politik. Plötzlich haben alle publizistischen Größen, die vor zwei Jahren noch bitterlich beklagten, dass die gesamte deutsche Politik keinen so weitsichtigen Visionär, keinen so kraftvollen Heilsbringer und Friedensfürsten und keinen so begnadeten Kommunikator wie Barack Obama hervorgebracht hat, irgendwie immer schon gewusst, dass dessen dilettantische Experimente böse enden würden.

Lesen!

Veröffentlicht von

Christian Soeder

Freier Mitarbeiter Internet SPD Baden-Württemberg