Interview mit Christian Schuster und Matthias Werth: „Der Würfel ist gefallen“

Rückwand im neuen Design

Pünktlich zum heutigen politischen Aschermittwoch stellt die SPD Baden-Württemberg ihr neues Corporate Design vor, das sich an dem aktuellen Design der Bundes-SPD orientiert. Wir sprachen mit Christian H. Schuster und Matthias Werth von der Agentur IFK Berlin, die für das neue Logo und die neu kreierten Medien verantwortlich sind.

Bei der Bundes-SPD sind die Würfel gefallen. Und auch dort hat man sich nun auf das Quadrat zurückbesonnen. Warum?
Christian H. Schuster: Nun, Andrea Nahles hat diese Frage kürzlich in einem Interview beantwortet. Dort sagte sie, dass sich das Logo nicht mehr klein in irgendeiner Ecke verstecken braucht – genau wie die SPD. Die SPD sei selbstbewusster geworden, stehe – mittendrin – in der Gesellschaft. Deswegen weg vom Würfel hin zum zentrierten Quadrat. Klar, dass die Landesverbände in der SPD dem nun folgen.

Das neue Logo der SPD Baden-Württemberg

Und warum ist der Löwe in so herausgehobener Stellung?
Matthias Werth: Der Löwe schafft als Wappentier des Landes einen starken Bezug zu Baden-Württemberg. Als starkes Symbol steht er für Kraft und Bewegung. Der Löwe wurde bereits im Landtagswahlkampf 2011 eingesetzt und unterstrich zudem den Gestaltungs- und Regierungsanspruch der SPD. Dieser Anspruch ist Realität geworden und soll sich auch in der aktuellen Außendarstellung der SPD Baden-Württemberg widerspiegeln.

Für den Schriftzug „Baden-Württemberg“ ist somit kein Platz mehr im Quadrat. Wieso muss der Schriftzug überhaupt noch im Logo auftauschen?
Matthias Werth: Nicht jeder assoziiert mit dem Löwen sofort das Land Baden-Württemberg. Der Schriftzug lässt keine Fehldeutung zu. Für die Gliederungen der SPD Baden-Württemberg ist vorgesehen, diesen Schriftzug mit dem Namen des Kreisverbandes auszutauschen.

Warum hält sich die SPD Baden-Württemberg nicht an das Purpur?
Christian H. Schuster: Der Purpur-Ton stößt bei den Genossen im Ländle nicht nur auf Gegenliebe. Der großflächige Rot-Einsatz trägt diesen Bedenken Rechnung und orientiert sich dennoch an den vorgegebenen Gestaltungsrichtlinien des neuen Corporate Design.

(Die Fragen stellte Christian Soeder.)

Christian H. Schuster ist Inhaber des IFK Berlin. Mit fünf Mitarbeitern berät das Institut verschiedene Landes- und Bundesverbände in allen Fragen der Kommunikation.

Matthias Werth ist als Kreativ-Chef im Auftrag des IFK Berlin tätig und berät neben der SPD Baden-Württemberg zahlreiche Unternehmen und Verbände.


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Veröffentlicht von

Christian Soeder

Freier Mitarbeiter Internet SPD Baden-Württemberg