Das Verhalten der Deutschen Bahn AG – Wasser auf die Mühlen der Kritiker

Es ist wie in einem schlechten Film: Seit einigen Jahren hat die Deutsche Bahn das Gelände des Güterbahnhofes in meiner Heimatstadt Reutlingen stillgelegt. Dies war eine Maßnahme im Zuge von Mora-C (man könnte Mora durchaus in Verbindung mit Mord bringen…). Die Stadt hat sich damals das Vorrkaufsrecht für das noch immer als Gleisanlage gewidmete Gelände gesichert. Nicht, um dort für teures Geld Bussines anzusiedeln, sondern um dort die Pläne für eine Schiene-Straße-Verladung umsetzen zu können. Der Grund ist, dass wir doch einige große Speditionen mit Fernverkehr haben, die auch schon Interesse signalisiert haben. Man könnte das antizyklisches Verhalten der Stadt nennen.
Seit einigen Jahren ist dieses Vorkaufsrecht gerichtlich umstritten. Ein Stillhalteabkommen zwischen Bahn und Stadt sicherte, dass die Gleise erhalten blieben und damit eine Verwendung als Güteranlage problemlos möglich wäre. Inzwischen hat die Bahn das Gelände an die Aurelis verkauft. Diese Tochter (mehr Infos zu ihr gibt es hier) wurde inzwischen selber verscherbelt. An einen Finanzinvestor. Und was passierte im Dezember letzten Jahres? Abriss der Gleise. Nach meiner Intervention bei der Stadt und einer einstweiligen Verfügung wurde der Abriss gestoppt.
Seit einigen Tagen wird wieder mit Hochdruck abgerissen. Doppelte Geschwindigkeit. Ich habe an Tiefensee geschrieben und auch die Stadt alarmiert. In der nächsten Sitzung des SPD-Parteirates werde ich ihn erneut ansprechen. Meine Stimme für seine Pläne bekommt er nicht. Wenn das Reutlinger Beispiel das Ergebnis der Strategie der Bahn ist ist, dann gute Nacht, Verkehr in der Fläche!

So nicht!

Meint Sebastian Weigle

Das Rennen ist offen – und das ist gut so!

Breit wird derzeit in der Landespresse darüber diskutiert, wer denn das Rennen um den Fraktionsvorsitz macht. Kaum einer der Kreisvorsitzenden hat eine eindeutige Präferenz geäußert. Denn die Entscheidung fällt in der Fraktion. Und das ist auch richtig so.

Viele Telefonate hat die Presse in den letzten Tagen geführt, auch mit mir. Ihr Fazit: Es ist ein offenes Rennen. Und die Kreisvorsietzenden haben sich fast durch die Reihe weg enthalten. Trotzdem ist es den Freunden von der Presse natürlich gelungen, aus einzelnen Sätzen etwas zu erarbeiten. So werde auch ich mit einer Präferenz für Nils Schmid erwähnt. Mal nur kurz, wie beim SWR, mal ausführlicher in der Stuttgarter Zeitung. Es ist schon immer wieder erstaunlich, wie Zusammenhänge nicht mehr wahr genommen werden und fünf Minuten Telefonat mit der DPA zu zwei Halbsätzen werden. Aber daran gewöhne ich mich noch!
Ich weiß, dass alle, auch die, die da zitiert werden, mit allen dreien gut leben könnten, auch ich. Denn alle drei verkörpern einen eigenen Stil, den wir schätzen. Aber gut, wenn das die Zeitungen so schreiben würden, dann würden ihre Artikel ja auch langweilig.

Meint

Sebastian Weigle