Berlin, wir kommen!

Die guten Zugriffszahlen belegen, dass dieser Blog und die Seite wir-sind-kanzler.de in der Internetgemeinde regen Zuspruch finden. Darauf ist man auch in Berlin aufmerksam geworden und hat die Leute hinter den Projekten zum „Vorwärts“-Sommerfest eingeladen, das am Montag in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg stattfindet. Natürlich haben wir gerne angenommen und werden bei dem Event die Möglichkeit nutzen, weiter Werbung zu machen und prominente Unterstützer zu finden.
Was bei der Sozen-Sause alles passiert ist, werden wir den Lesern dann natürlich in einem „Bericht aus Berlin“ erzählen.

Linker wird's nicht

Nachdem PDS und WASG das „demokratisch“ aus ihrem Namen gestrichen haben, wollen sie sich jetzt nur noch „Die Linkspartei“ nennen. Man darf also mutmaßen, wie demokratisch Lafontaine und Gysi noch sind. Aber gut, schließlich hat anno dunnemals ja auch die Grüne Jugend das „alternative“ aus ihrem Namen gestrichen. Aber warum nennt sich die vereinte Volksfront dann nicht einfach nur „Die Partei“? Das wäre ja nur konsequent, mit einer „Volksdemokratie“ ließe sich dann sicher der kapitalistische Schweinestaat übernehmen und was viel besseres draus machen… Das sollte doch noch viel mehr Wähler ansprechen! Was? „Die Partei“ gibt’s schon? So’n Mist!

CDU: Musikalischer Amoklauf

Leider viel zu spät habe ich das hier entdeckt: Einen Wahlkampfsong der NRW-CDU zur vergangenen Landtagswahl, der sowohl in Text („Wir sind bereit für einen Neuanfang, // mit Rüttgers fängt die Zukunft an“ etc. pp.) als auch sonst von allerhöchstem künstlerischen Anspruch ist. Hätte man den Leuten dieses grandiose Beispiel moderner Agitprop etwas häufiger vorgespielt, wer weiß, vielleicht hätte das Ergebnis doch noch ein bisschen anders ausgesehen…

Linksaußen nichts Neues

PDS und die „Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit“ (WASG) tun sich schwer, auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Bei der PDS besteht man auf dem eigenen Parteinahmen, die WASGler möchten aber nicht als reiner Stimmenbeschaffer dastehen. Zudem hört man, dass gerade in den neuen Bundesländern die PDS-Genossen nicht gerade gut auf die „Spinner“ von der WASG zu sprechen sind. Man darf also gespannt sein…

Falsche Federn?

Da findet sich heute doch im Blog der NWRSPD folgende Meldung:

Heute abend in den Agenturen gefunden (ddp):
Der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, fordert die Unions-Parteien auf, das «C» aus ihren Namen zu streichen. Meisner sagte der „Westdeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe) laut Vorabbericht, er vermisse die christlichen Grundwerte bei CDU und CSU.

Das sage ich ja auch schon länger, aber mir glaubt ja keiner.

TV-Duelle schon in Vorbereitung

Wie im letzten Bundestagswahlkampf auch so soll es auch in diesem Jahr wieder zwei TV-Duelle zwischen den Spitzenkandidaten von SPD und Union geben.Die jeweiligen Sender haben auch schon ihre Inquisitoren dafür benannt: Sabine Christiansen (ARD), Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und Thomas Kausch (SAT.1). Ob dieses Duelle wirklich zu Erhellung beitragen, sei dahingestellt.

Man kann sich ja durchaus die Frage stellen, ob in einer parlamentarischen Demokratie ein Kräftemessen der Spitzenkandidaten der beiden großen Parteien überhaupt sinnvoll ist. Aber auch in Deutschland verlangt die Verlagerung hin zum Medienwahlkampf eben ihren Tribut. Wenn man sich aber dazu durchringt, solche Duelle zu veranstalten, sollte zumindest ein einigermaßen inhaltlich fundiertes, aber auch abwechslungsreiches Schauspiel geboten werden.
Hier spätestens fängt die Arbeit der je zwei FragestellerInnen an. Rücklblick auf die TV-Duelle beim letzten Mal: Langatmige Fragen, peinliches Einhalten des engen Regelwerkes, keinerlei Spontanität. Wie man dafür den Deutschen Pressepreis bekommen konnte, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

So ist für die anstehenden Auseinandersetzungen zwischen Schröder und Merkel zu wünschen, dass die beiden auch direkt aufeinander eingehen können und sich gegenseitig Fragen stellen dürfen. Das würde eine lebhafte Debatte garantieren. Und wäre das nicht förderlich für unsere Demokratie?