Archiv der Kategorie ‘Dies & Das‘
Chaos Communication Camp 11
“The Chaos Communication Camp is an international, five-day open-air event for hackers and associated life-forms. It provides a relaxed atmosphere for free exchange of technical, social, and political ideas. The Camp has everything you need: power, internet, food and fun. Bring your tent and participate!”
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(via)
FES-Seminar: Zukunft der Volksparteien
26.-28. August 2011
Akademie Frankenwarte
Leutfresserweg 81-83
97082 Würzburg
Einladung (PDF)
Demokratie lebt von der Identifikation der Bevölkerungen mit den Werten, Institutionen und Verfahren des demokratischen Systems. Sie kann nur dann bestehen, wenn sich viele am politischen Leben beteiligen, sich dabei aber auch hinreichend gehört und repräsentiert fühlen, und wenn sie erfahren, dass die wesentlichen gesellschaftlichen Probleme fair und gerecht gelöst werden.
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Tea Party – Revolution der Reichen

Der ZDF-Spartensender “ZDFneo” hat eine fabelhafte Reportage über die “Tea Party” mit dem für sich selbst sprechenden Titel “Revolution der Reichen” produziert. Sehr sehenswert – und auch erschreckend. (Leider nur bis zum 16. August online.)
Mitgliederbrief „Online-Antrag”

Der aktuelle Mitgliederbrief der SPD.de-Redaktion wird hier aus Gründen ebenfalls veröffentlicht:
Das Internet bietet neue Möglichkeiten für die politische Zusammenarbeit.
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Kommen wir zur Sache …
Charlie Sheen kann eine “Porno-Familie” gründen.
Kelsey Grammer hat seine 15-jährige Ehe über das Telefon beendet.
Larry King ist bei Scheidung Nr. 9.
Britney Spears hatte eine 55-Stunden-Ehe.
Jesse James und Tiger Woods hatten, während sie verheiratet waren, Sex mit quasi jedem.
Aber aus irgendwelchen Gründen soll es die gleichgeschlechtliche Ehe sein, die die “Institution der Ehe zerstört”?
Wirklich?
(via)
Sozialdemokraten: 18 Monate unter Genossen

Lutz Hachmeister schafft es mit seinem Stück “Sozialdemokraten – 18 Monate unter Genossen” (ARD) auf recht eindrückliche Art und Weise, die “Seele” der SPD darzustellen, soweit das in einer knapp 90-minütigen Dokumentation überhaupt möglich ist. Die folkloristischen Flügel-Aktivitäten, die zwischendurch anklingenden kleinen Gemeinheiten, die Warmherzigkeit an “der Basis”, die Einlassungen der ehemaligen und aktiven Spitzensozialdemokraten. Die feine Ironie, die bei Steinmeier anklingt, wenn er sich über das Machtkalkül der Grünen lustig macht, das ist schon eine ziemlich schöne Sache. Allein Schröders Kurzkommentare machen noch einmal schmerzhaft bewusst, wie schlecht Deutschland von Merkel regiert wird. Spannend ist darüber hinaus auch Hannelore Krafts Bewertung der “Agenda” und Schröders Verteidigung derselben mit der Würde des Menschen (vgl. SPD-Grundwertekommission: Bedingungsloses Grundeinkommen: Geld allein genügt nicht, 2008). Gabriel jedenfalls, auch das wird deutlich, ist der richtige Mann zur richtigen Zeit. Eine sehenswerte Dokumentation, für SPD-Mitglieder, Freunde der SPD – und Gegner haben auch ihren Spaß.
Weitere Rezensionen:
- Spiegel Online: Christoph Twickel: SPD-Doku im Ersten: Genossen, jetzt bitte sofort locker!
- Rot steht uns gut: Karsten Wenzlaff: Unter Spitzengenossen
- vorwärts: Die Sinnsuche der SPD als Film
- vorwärts: Uwe Knüpfer: Unter Genossen
- taz: Gordon Repinski: Doku über die SPD: Das Spartenproblem
- ARD: Claus Heinrich: Bilder aus dem Innenleben einer verstörten Partei
Die „Komma-Frage“
Ein Gastbeitrag zur sog. „Komma-Frage“ von Christian Steg, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Josip Juratovic MdB:
Die parlamentarische Sommerpause des Bundestages hat begonnen. Nun können sich die in Berlin verbliebenen Stallwächter den grundlegenden Fragen zuwenden: Beispielsweise der umstrittenen „Komma-Frage“. MdB – das steht für Mitglied des Deutschen Bundestages. Häufig wird diese Abkürzung als Namenszusatz verwendet. Doch steht zwischen Name und „MdB“ nun ein Komma oder nicht? Heißt mein Arbeitgeber Josip Juratovic MdB oder doch Josip Juratovic, MdB? Wer sich im politischen Berlin bewegt, wer sich die Homepages verschiedener Abgeordneter im Internet ansieht, der findet keine eindeutige Antwort auf diese Frage.
In den vergangenen Jahren habe ich mit vielen Kolleginnen und Kollegen, Bürgerinnen und Bürgern unseres Landes darüber diskutiert. Argumente gibt es für beide Schreibweisen. Einerseits: MdB ist eine Abkürzung. Und weil beim Ausschreiben auch ein Komma zwischen dem Namen und der Bezeichnung steht, gilt gleiches auch für die abgekürzte Bezeichnung. Andererseits: Dieses Komma widerspricht ästhetischen Kriterien, vor allem wenn nach dem MdB im laufenden Text ein weiteres Komma eingefügt wird. Wobei sich auch Komma-Befürworter auf ästhetische Aspekte berufen.
Meine persönliche Einstellung ist geprägt von Harald Friese, Heilbronner Bundestagsabgeordneter von 1998 und 2002. Harald Friese ist Jurist. Er war Mitglied des Innenausschusses. Für ihn gibt es kein entweder oder. Für ihn gibt es nur „ohne Komma“! Denn MdB ist ein Namenszusatz, und der wird nicht durch ein Komma vom Namen getrennt. Genauso wie der „Dr.“ oder der „Dr. h. c.“, zum Beispiel Dr. Nils Schmid MdL (Landtagsabgeordnete betrifft dies ebenso!) oder Dr. h. c. Gernot Erler MdB. Harald Friese trägt seine Argumentation bei Bedarf sehr leidenschaftlich vor. Also dann, wenn doch irgendwo das Komma auftaucht. Viele Genossinnen und Genossen aus Heilbronn und der näheren Umgebung hat er damit überzeugt.
Weil Harald Frieses Appell (leider) nicht bundesweit erhört wird, griff ich heute zum Telefonhörer und rief dort an, wo man es wissen muss: Bei der „Hotline W“ der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages. Dort entstehen nicht nur wichtige Passagen für Dissertationen, vielmehr weiß die geballte Kompetenz von etwa 300 Experten eine Antwort auf jede politisch relevante Frage. Oder sie weiß zumindest, wer der richtige Ansprechpartner für eine spezifische Frage ist. Bei mir war der Ansprechpartner die „Gesellschaft für deutsche Sprache“, die einen Redaktionsstab beim Deutschen Bundestag unterhält. Doch auch dort erhielt ich keine umgehende Antwort, sondern einen Rückruf nach etwa zwei Stunden Recherche:
Alles geht! Das war dann die Antwort. Sowohl ohne Komma, als auch mit Komma, als auch in Klammern (MdB). Die Sprachexperten haben zahlreiche Kontakte spielen lassen, Meinungen eingeholt und alles abgewogen: Ihre Empfehlung lautet „ohne Komma“, weil dies tendenziell häufiger verwendet wird. Also keine klare Ansage. Ich empfinde nur sehr wenig Genugtuung dafür, dass ich bislang die empfohlene Variante verwendet habe. Schließlich hatte ich eine klare Positionierung für „ohne Komma“ erwartet. Gewichtige Gründe sprachen aber dagegen: Das beim Bundesministerium des Innern angesiedelte „Protokoll Inland“ empfiehlt, das Komma zu verwenden. Wenngleich der mittelbadische SPD-Kreisvorsitzende Jonas Weber seinem gebundenen Duden entnimmt, dass ausschließlich die Variante „ohne Komma“ korrekt sei, so gestattet die Duden-Redaktion in ihrer Online-Version (http://www.duden.de/rechtschreibung/MdB) mittlerweile auch die Variante „mit Komma“.
Eine weitere Erkenntnis: Ein ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages verliert seinen Namenszusatz und darf sich nicht MdB a. D. nennen; dies ist Beamten und Mitgliedern der Exekutive (also etwa den Ministern und Staatssekretären) zugestanden, nicht jedoch den Abgeordneten. Die müssen auf Hilfskonstruktionen zurückgreifen, beispielsweise: „Harald Friese, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages“ – und hier stelle auch ich das Komma nicht infrage.


