TV-Duelle schon in Vorbereitung

Wie im letzten Bundestagswahlkampf auch so soll es auch in diesem Jahr wieder zwei TV-Duelle zwischen den Spitzenkandidaten von SPD und Union geben.Die jeweiligen Sender haben auch schon ihre Inquisitoren dafür benannt: Sabine Christiansen (ARD), Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und Thomas Kausch (SAT.1). Ob dieses Duelle wirklich zu Erhellung beitragen, sei dahingestellt.

Man kann sich ja durchaus die Frage stellen, ob in einer parlamentarischen Demokratie ein Kräftemessen der Spitzenkandidaten der beiden großen Parteien überhaupt sinnvoll ist. Aber auch in Deutschland verlangt die Verlagerung hin zum Medienwahlkampf eben ihren Tribut. Wenn man sich aber dazu durchringt, solche Duelle zu veranstalten, sollte zumindest ein einigermaßen inhaltlich fundiertes, aber auch abwechslungsreiches Schauspiel geboten werden.
Hier spätestens fängt die Arbeit der je zwei FragestellerInnen an. Rücklblick auf die TV-Duelle beim letzten Mal: Langatmige Fragen, peinliches Einhalten des engen Regelwerkes, keinerlei Spontanität. Wie man dafür den Deutschen Pressepreis bekommen konnte, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

So ist für die anstehenden Auseinandersetzungen zwischen Schröder und Merkel zu wünschen, dass die beiden auch direkt aufeinander eingehen können und sich gegenseitig Fragen stellen dürfen. Das würde eine lebhafte Debatte garantieren. Und wäre das nicht förderlich für unsere Demokratie?