Was hat der Professor aus Hohenheim gesehen?

Nach dem TV-Duell im SWR waren sich die meisten Beobachter einig, selbst die konservative Landespresse: Nils Schmid ist als Sieger hervorgegangen oder doch zumindest (!) auf Augenhöhe mit Mappus.

Professor Brettschneider indessen „analysierte“, dass Mappus gewonnen habe. Was hat das zu bedeuten?

Nun, ich habe ja eine SPD-Brille auf und bin deshalb naturgemäß kein neutraler Beobachter. Deshalb ist es gut, dass die unabhängigen Kollegen von bruchsal.org die Professoren-Analyse einer eigenen Auswertung unterzogen haben:

Positiv für Mappus gibt es 11 Ausschläge (blau gekennzeichnet) mit mehr als 10 Punkten Differenz zum Mittelwert 50 (fette schwarze Linie), positiv für Schmid sind 18 Ausschläge (rot gekennzeichnet) vorhanden. Ich bin ja kein Medienwissenschaftler, aber das Diagramm spricht für sich…

Klare Kante: Nils Schmid hat gewonnen. Gut, dass wir verglichen haben.

PS: Darf man darauf hinweisen, dass der Professor aus Hohenheim schon auf CDU-Parteiverstanstaltungen gesprochen hat? Man darf.

Dr. zu Googleberg

Die Berichte in den gängigen Massenmedien zur „Causa Googleberg“ kann ja jeder nachlesen. Hier sollen die diversen Blogs zu ihrem Recht kommen, die ihren Teil zur Aufklärung beigetragen haben und/oder spannend kommentieren:

Natürlich nur eine kleine Auswahl. Weitere Blogs dürfen gerne in den Kommentaren genannt werden!

Bildnis der CSU-Netzpolitik, wie es die Alten sungen

Es begab sich aber im Bayernlande, dass die dort herrschende Staatspartei sich aufmachte, neue Wege in der „Politik des Netzes“ zu suchen. Dero Zeugnis sei getreulich überliefert in einem Bildnis, so, wie es die Alten sungen:

Bildnis der CSU-Netzpolitik

Die Hofnarren und Untertanen sind entzückt ob der Einzigartigkeit des genannten Phantastikums.

PS: Die Beschlusslage der SPD Baden-Württemberg zur Netzpolitik findet man übrigens im Beschluss-Wiki.

Der Ghostwriter des Jürgen R.

Es vergeht fast kein Tag mehr ohne Rüttgers-Skandal. Unglaublich. Das Wir-in-NRW-Blog leistet ganz fantastische Arbeit:

Diesen Staatsdienst an der CDU mochten schon damals äußerst korrekte Leute im Umfeld von Rüttgers nicht akzeptieren und fertigten von den Dokumenten diese Screenshots an. Die sind nun aufgetaucht. Und der Vergleich zwischen Manuskript und Veröffentlichung belegt, dass die Inhalte identisch sind. Der Regierungsangestellte im Rang eines Referatsleiters, Schmidt-Gernig, betätigte sich also als Ghostwriter für den CDU-Landesvorsitzenden Jürgen Rüttgers. Nicht für den Ministerpräsidenten, auf dessen Gehaltsliste er steht.

Bald kritisches Politikblog in Baden-Württemberg?

Im Wir-in-NRW-Blog, das momentan das heißeste Politikblog in Deutschland zu nennen ist, ist in einem Kommentar eines Autoren etwas Spannendes zu lesen:

Wir haben Angebote, unseren Dienst nach Baden-Württemberg auszudehnen – ein interessantes Terrain mit vielen Storys, die noch im Filz schlummern.

Ich meine: es wäre ein Segen für die politische Kultur und den Allmachtsanspruch der CDU in Baden-Württemberg.

Edgar Moron ist sauer :-)

Edgar Moron, Vizepräsident des nordrhein-westfälischen Landtages, hat letzten Donnerstag mit einem denkwürdigen Redebeitrag auf die Versuche der CDU/FDP-Regierung, das Erstarken der Linkspartei der Opposition in die Schuhe zu schieben, ausgesprochen deutlich gekontert. Man könnte auch sagen, Edgar Moron ist sauer. Aber seht selbst:

[via blog.nrwspd.de]

Stärke des Rechts oder Recht des vermeintlich Stärkeren?

Mal angenommen, jemand plant ein Konzert. Und einem Anderen passt das nicht. Und weil dem das nicht recht ist, schreibt er an eine offizielle Stelle, wie zum Beispiel dem Landrat, und verlangt das Konzert müsse abgesagt werden, weil er sonst mit seinen Freunden zum Randalieren vorbeikommt. Wie sollte da der Landrat reagieren? In einem Rechtsstaat sollte man annehmen, dass der Landrat die Polizei alarmiert, damit die sich um die Randalierer kümmert und das Konzert ohne Störungen ablaufen kann.

Nicht so im Landkreis Halberstadt in Sachsen-Anhalt. Da sagt der Landrat Henning Rühe einfach das Konzert in einer Schule unter dem Motto “Nazis raus aus dieser Stadt” mit Konstantin Wecker ab. Weil die NPD ihre „aktive Teilnahme“ am Konzert angedroht hatte. (Näheres auch in den WebSoziNews und bei spd.de)

Ja wo leben wir denn? Ist Sachsen-Anhalt eine Bananen-Republik, in der das Recht des Stärkeren gilt? Nur weil der Representant des Staates keinen Arsch in der Hose hat?
Zu was das Kuschen vor den Nazis führen kann lässt sich ja in jedem Geschichtsbuch, das sich mit dem Ende der Weimarer Republik befasst nachlesen und dürfte als bekannt vorausgesetzt werden. So weit darf es nicht mehr kommen.

Herr Rühe, tun Sie sich und der Demokratie einen Gefallen und treten Sie zurück.

Den Beitrag habe ich so auch im WebSoziBlog veröffentlicht

Bild schadet der Gesundheit

Ich sollte morgens beim Bäcker nicht immer auf die Schlagzeilen der Bildzeitung schielen, die da immer auf dem Tresen liegt. Das ist nicht gut für meinen Blutdruck.

Heute steht da gross und fett wie immer:

Millionen Autofahrer sind empört über Umweltminister Jürgen Trittin!
„Der soll seinen Dienstwagen stehen lassen“
Der Grüne hatte in BILD wegen der hohen Spritpreise gefordert: „Ab und zu das Auto stehen lassen!“ Für Pendler, die heute laut Automobilverband AvD schon wieder mit höheren Spritpreisen rechnen müssen, der blanke Hohn.

Was daran so verwerflich sein soll, wenn ein Politiker daran erinnert, dass man am meisten Benzin spart, wenn das Auto stehen bleibt, entzieht sich meinem Verständnis. Schaut man sich die Auto-Schlangen der Ausflügler am Wochenende an, kann das Problem dann doch noch nicht so ausgeprägt sein.

Online kommen dann auch noch ein paar Autofahrer zu Wort, die wegen einem Minister der Grünen keine SPD mehr wählen wollen(!?) und die hohen Kosten der Fahrt zur Arbeit anführen. Da ist es natürlich nur konsequent, CDU zu wählen. Die geplante MerkelsteuerMehrwertsteuererhöhung schlägt 1:1 auf den Benzinpreis durch und die Streichung der Pendlerpauschale spült auch kein zusätzliches Geld in die Arbeitnehmerkasse.

Da bin ich ja auf Empörung der BILD gespannt, wenn es denn mal soweit kommen sollte.

Dieser Beitrag ist so auch im WebSoziBlog erschienen.

Gemeinsam gegen rechts!

Man sollte nicht nur auf die Linkspopulisten von der PDSLinkspartei schauen. Auch am ganz rechten Flügel machen sich die Demagogen von NPD und Konsorten bereit ihren Anteil an den Stimmen der sogenannten Protestwähler abzugreifen. Deshalb ist die Aktion, die ich bei Andrea Nahles gefunden habe, auch so wichtig.

Gemeinsam gegen rechts!
Ich möchte heute Werbung machen für ein Bündnis gegen rechtsextremistische Gruppen. Hintergrund des Bündnisses ist, dass rechtsextremistische Gruppierungen bei der am 18. September stattfindenden Bundestagswahl versuchen, Mandate für den Deutschen Bundestag zu gewinnen. Dabei zielen sie vor allem auf Jung- und Erstwähler. Einen Einzug der NPD in den Deutschen Bundestag gilt es zu verhindern.
Aus diesem Grund hat sich ein breites Bündnis von Musikern und Bands zusammengefunden und eine CD produziert, die sich gegen Rechts wendet und die in Schwerpunktwahlkreisen der NPD kostenlos verteilt wird. Die Verteilung der CD erfolgt dezentral über die beteiligten Akteure. Zusätzlich wird ab dem 19. August eine Internet-Seite geschaltet (www.gemeinsamgegenrechts.de).
Ziel ist es, durch eine hohe Wahlbeteiligung zu verhindern, dass rechtsextremistische Gruppierungen in den Bundestag kommen. Deshalb ruft das Bündnis dazu auf, am 18. September zur Wahl zu gehen und demokratische Parteien zu wählen.
Die CD enthält bereits veröffentlichte Songs der Künstler, die diese kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Die Produktion der CD wurde mit Unterstützung der beteiligten Künstler, BMG Music Publishing Germany, Four Music und der SPD ermöglicht.
Die auf der CD enthaltenen Künstler sind:
2RAUMWOHNUNG, AFROB, BLUMENTOPF, CLUESO, DIE FANTASTISCHEN VIER, JEDE GENERATION, EL*KE, GODS OF BLITZ, KEIMZEIT, MAX HERRE, MIA, MOCKY, NNEKA, SEDOUSSA, SPORTFREUNDE STILLER, TEMPEAU.
Für inhaltliche Rückfragen stehen Ihnen von BMG Music Publishing Germany, Cathrin Weidner (030 13888 – 7602), von Four Music, Susanne Beck (030 7262 4433), und von der SPD, Markus Engels (030 25991 – 338), zur Verfügung.
Ich hoffe, es gibt viele Interessenten.