Archiv der Kategorie ‘Politik vor Ort‘

 
 

Atommüll

„Dieses ist, soweit ich es sehen kann, wenn man es ernstlich behandeln will, überhaupt kein Problem. … Ich habe mir in Karlsruhe sagen lassen, dass der gesamte Atommüll, der in der Bundesrepublik im Jahr 2000 vorhanden sein wird, in einen Kasten hineinginge, der ein Kubus von 20 Meter Seitenlänge ist. Wenn man das gut versiegelt und verschließt und in ein Bergwerk steckt, dann wird man hoffen können, dass man damit dieses Problem gelöst hat.“ Zitat des Physikers Carl Friedrich von Weizsäcker aus dem Jahr 1969 – angesichts der aktuellen Regierungspolitik fürchte ich, dass CDU, CSU und FDP das heute noch glauben.

Grund zum Feiern

Heute vor 10 Jahren wurde das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) verabschiedet. Welch eine Erfolgsstory! Fast 300.000 zusätzliche Arbeitsplätze in Deutschland. In Europa sind es insgesamt etwa 650.000. Das zeigt: Unsere Vorreiterrolle lohnt sich! Für Arbeit und Umwelt! Also: Mithelfen, dass wir den roll back durch schwarz/gelb verhindern!

„Kies-Affäre“: Untersuchungsausschuss muss kommen!

Still ist es in Sachen „Kies-Affäre“ geworden, seit Finanz-Staatssekretär Gundolf Fleischer (CDU) am vorigen Donnerstag den neuen Ministerpräsidenten Mappus (CDU) bat, ihn beim geplanten Umbau des Landeskabinetts nicht mehr zu berücksichtigen.

Fakt ist jedoch, dass mit dem Abtreten Fleischers die „Kies-Affäre“ noch nicht ansatzweise aufgeklärt ist. Dass Fleischer die Vergabe von Kiesabbauarbeiten am Oberrhein an den vom Bund favorisierten, weil günstigsten, Bewerber jahrelang verzögerte, weil er – wohl als Gegenleistung für eine 10.000 Euro-Spende aus dem Jahre 2006 – lieber den wesentlich teureren Kiesunternehmern aus seinem Wahlkreis den Auftrag zuschanzen wollte, darf als sicher gelten.

Selbst für ein Land wie Baden-Württemberg, wo der schwarze Filz seit Jahrzehnten regiert und man einiges gewöhnt ist, ist dies ein ungeheuerlicher Vorgang. Ein Skandal erster Klasse. Es riecht förmlich nach Korruption.

Dass sich die Vorwürfe bisher nahezu ausschließlich auf Fleischer konzentriert haben, mag auf den ersten Blick richtig sein. Doch auch dessen Chef, Finanzminister Stächele (CDU), hat in der „Kies-Affäre“ keine gute Figur gemacht. Auch er muss sich Fragen zu seiner Rolle gefallen lassen. Entweder hat er von Fleischers Verzögerungstaktik nichts gewusst – dann hat er schlichtweg seinen Laden nicht im Griff – oder er hat seinen Staatssekretär schalten und walten lassen, wie diesem beliebte. In beiden Fällen stellt sich die Frage, ob Stächele als Minister noch tragbar ist.

Viel wichtiger ist aber bei der Aufarbeitung der „Kies-Affäre“ die Klärung der Frage, ob Entscheidungen der CDU/FDP-Landesregierung käuflich sind.

Fleischer, Stächele & Co. werden zur Beantwortung dieser Frage aus eigenem Antrieb keinen nennenswerten Beitrag leisten. Umso mehr ist dies die Aufgabe der Opposition im Landtag, also auch die der SPD-Landtagsfraktion. Dazu muss sie das schärfste Mittel einsetzen, das der Opposition zur Kontrolle der Regierung zur Verfügung steht: den parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Denn wenn nicht in einer Situation, in der die Käuflichkeit von Entscheidungen einzelner Regierungsmitglieder im Raume steht, wann dann?

Stephan Binsch, stellv. Juso-Landesvorsitzender

Dunkler Job, kalter Job – Landesschau Baden-Württemberg

Steuerbetrug im Ländle

Über 2000 Datensätze mutmaßlicher Steuerbetrüger wurden dem baden-württembergischen Finanzministerium zum Kauf angeboten. Die Position des Landtages ist dank einem Antrag der SPD-Fraktion klar: her damit.

Anzunehmen ist, dass dies nur die Spitze des Eisberges ist. Der Staat muss deshalb hart gegen Steuerbetrüger vorgehen, wenn der berechtigte Anspruch an das Volk, pünktlich die Steuern zu zahlen, nicht Blendwerk werden soll. Auf den Punkt gebracht: der Ehrliche darf nicht der Dumme sein.

Bundesfinanzminister Schäuble, der Badener, bläst zum Generalangriff auf das Schweizer Bankgeheimnis, und führt damit die erfolgreiche Linie von Nordlicht Peer Steinbrück fort. Kontinuität im Amt trotz Regierungswechsel. Eine erfreuliche Sache.

PS: Noch ein paar Datensätze mehr, dann können wir eventuelle Mehrkosten von Stuttgart 21 als “Peanuts” abtun.

Ulrich von Kirchbach 2.0

Ulrich_von_Kirchbach

Am 25. April 2010 wählen die Freiburger Bürgerinnen und Bürger einen neuen Oberbürgermeister. Für die SPD geht Ulrich von Kirchbach ins Rennen, der die Möglichkeiten des Online-Wahlkampfes voll ausschöpft:

Der amtierende “realo”-grüne OB Dieter Salomon, der als Haudrauf gilt und u.a. durch herbe Kritik an streikenden Erzieherinnen aufgefallen ist, scheint eine aktuelle Website indessen für unnötig zu halten.

“Betriebsratsverseucht”

Von br-verseucht.de:

Betriebsratsverseucht ist das “Unwort des Jahres 2009″. Zeigen Sie sich solidarisch mit Ihrem Betriebsrat – und bekennen: Betriebsratsverseucht. Und das ist gut so!

Die Jury der sprachkritischen Aktion, die seit 1991 die “Unworte” kürt, wählte den Begriff “betriebsratsverseucht” aus fast 1.000 Nominierungen zum Unwort des Jahres 2009. Laut einem Bericht der ARD-Sendung “Monitor” bezeichnen offenbar Abteilungsleiter einer Baumarktkette Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Filialen mit Betriebsrat als “betriebsratsverseucht”. Das sei, so die Jury in ihrer Begründung, ein sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen.

Was einige Arbeitgeber offenbar als Seuche ansehen, ist in Deutschland elementares Arbeitnehmerrecht. Mitbestimmung ist gelebte Sozialpartnerschaft und hilft den Beschäftigten, ihre Rechte zu schützen, ihre Interessen durchzusetzen und ihre Ideen ins Unternehmen einzubringen.

Mit dem Aufkleber “Betriebsratsverseucht. Und das ist gut so!” setzen Sie ein Zeichen: für Ihren Betriebsrat, für Arbeitnehmerrechte, für die Mitbestimmung oder einfach nur für arbeitnehmerfreundliche Baumärkte.

Jetzt Aufkleber bestellen!

Oettinger kann alles!

Politischer Aschermittwoch mit Olaf Scholz

Die SPD Baden-Württemberg lädt herzlich ein zum Politischen Aschermittwoch.

Termin: Mittwoch, 17. Februar 2010, ab 17:30 Uhr

Jetzt anmelden!

Ort: Forum Ludwigsburg
Vorläufiges Programm

Ab 17.30 Uhr
Beginn mit musikalischer Einstimmung

18.00 Uhr
Einmarsch Olaf Scholz, Dr. Nils Schmid und Claus Schmiedel

18.10 Uhr
Begrüßung Dr. Nils Schmid
Landesvorsitzender

18.20 Uhr
Rede Claus Schmiedel
Vorsitzender der Landtagsfraktion

18.35 Uhr
Rede Olaf Scholz, stellv. Bundesvorsitzender

19.10 Uhr
Schlusswort und Verabschiedung

Ehrungen

19.15 Uhr
Musik und Abmarsch mit Olaf Scholz

Bimbes ist wieder da!

Kaum ist schwarz-gelb am Ruder, schon fühlt man sich in alte Zeiten zurück versetzt. Nicht nur, dass Westerwelle schon wieder eine moralische Wende verkündet – die Moral zeigt sich gleich am Geldsäckel der FDP! Sie spenden – wir beschließen. Immerhin ein Unterschied zu früher: Kohl und Lambsdorff haben noch versucht, die Käuflichkeit zu verheimlichen …..