Archiv der Kategorie ‘vor Ort | auf Tour‘

 
 

Die magischen 180!

Das ist die alles entscheidende Zahl für den Landtagswahlkampf im Wahlkreis Bruchsal. Genau soviele Stimmen haben beim letzten Mal zum Einzug in den Landtag gefehlt. Auf unser 10er-Wahlkampfteam heruntergerechnet hat also jedes Teammitglied sein ganz persönliches “Projekt 18″.

Der Start in den Landtagswahlkampf ist auch gut gelungen. Bei der Nominierung erhielt der Waghäuseler Bürgermeister Walter Heiler 99 von 103 Stimmen. Ein deutlicher Vertrauensbeweis, der auch in der ansonsten eher schwarzen Presse gewürdigt wurde. Auch mit unserer Zweitkandidatin Michaela Taghi-Aghdiri aus Bruchsal-Obergrombach haben wir einen guten Fang gemacht.
Der politische Gegner kann also kommen. Die 180 schaffen wir lässig!

Ab heute ist Landtagswahlkampf!

Zumindest für mich. Heute nominieren wir im Wahlkreis 29 Bruchsal unseren Landtagskandidaten. Da wir bloß einen Kandidaten für den Job haben, verrate ich hier auch kein Geheimnis, dass wir mit dem Bürgermeister der Stadt Waghäusel, Walter Heiler, in die Schlacht ziehen werden.
Um die Ersatzkandidatur haben wir tatsächlich eine Kampfabstimmung zwischen zwei Frauen aus verschiedenen Bruchsaler Ortsteilen. Hab zwar durchaus meine Favoritin, aber das muss ich ja hier nicht zum Besten geben.

Als Walters Wahlkampfleiter freu ich mich natürlich schon auf die Auseinandersetzung, auch wenn die Bundestagswahl noch alles überlagert. Seit 2001 ist unser Wahlkreis nicht mehr durch einen SPD-Abgeordneten im Landtag vertreten. Diesen Zustand wollen wir ändern. Und die Chancen sind gar nicht schlecht: Walter war von 1992-2001 schon einmal MdL und als er dann vor 4 Jahren nicht mehr angetreten ist, ist sein Nachfolgebewerber Peter Friedrich nur knapp wegen 180 Stimmen am Zweitmandat gescheitert (mittlerweile ist dieser übrigens Bundestagskandidat für die SPD Konstanz).

Die Sache ist also machbar und mit einem guten Wahlkampf werden wir zumindest in Waghäusel und der näheren Umgebung das SPD-Ergebnis deutlich verbessern können.

Kleines Senfkorn Hoffnung

Hinter mir liegt eine ziemlich anstrengende Woche mit mehr Terminen als eh schon üblich. Alles dreht sich rund um die anstehenden Wahlkämpfe zu Bundestag und Landtag. Überall ist dieser Tage von einer deprimierten SPD und Streitereien zu lesen. So ganz nachvollziehen kann ich das nach meiner kleinen Reise diese Woche durch die Tiefen der Region Karlsruhe nicht.

Aber vielleicht sind wir hier ja auch ein Biotop, eine Gegend, wo man Kummer mit einer vermeintlich übermächtigen CDU gewohnt ist und wo man eben schon immer als Sozialdemokraten zusammengestanden hat.
Aber zu den einzelnen Terminen:
Am Dienstag stand ein Referat zum Thema EU-Verfassung bei den Jusos Karlsruhe-Stadt auf dem Programm. Wer nun bei der drückenden Hitze einen leeren Raum erwartete wurde eines besseren belehrt. Engagiert diskutierten wir ausführlich darüber, warum es für die zukünftige Entwicklung Europas von entscheidender Bedeutung ist, dass der bevölkerungsreichste Mitgliedsstaat sozialdemokratisch regiert wird. Von Resignation nicht der Hauch einer Spur.

Das gleiche Bild am Tag später beim Ortsverein Oberhausen-Rheinhausen. Immerhin kommt aus diesem Ort der amtierende CDU-MdB für diesen Wahlkreis. Dennoch (oder genau deshalb?) sind die GenossInnen hochmotiviert für die anstehenden Auseinandersetzungen. Neben den obligatorischen Infoständen wurden auch schon Aktionen für den örtlichen, stark frequentierten Badesee geplant.

Donnerstags dann die Nominierung des/der LandtagskandidatIn für den Wahlkreis Ettlingen. Obwohl diesem Wahlkreis noch nie ein SPD-MdL vergönnt war, bewerben sich gleich drei GenossInnen um die Kandidatur. Vor knapp 160 stimmberechtigten SPD-Mitgliedern setzte sich dann Dagmar Elsenbusch durch, eine engagierte Stadtrats-Fraktionsvorsitzende aus Pfinztal. Die Stimmung war gut, alle Kandidaten bedankten sich für einen fairen innerparteilichen Wahlkampf (Was man in den zurückliegenden Wochen ja nicht aus allen Teilen Baden-Württembergs so vernehmen konnte) und wollen sich in den Wahlkämpfen nicht wegducken. Solche Leute braucht die Partei in solchen Zeiten.

Wenn es nur in allen Gegenden so aussähe, wie in der Region Karlsruhe…

Berlin, wir kommen!

Die guten Zugriffszahlen belegen, dass dieser Blog und die Seite wir-sind-kanzler.de in der Internetgemeinde regen Zuspruch finden. Darauf ist man auch in Berlin aufmerksam geworden und hat die Leute hinter den Projekten zum “Vorwärts”-Sommerfest eingeladen, das am Montag in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg stattfindet. Natürlich haben wir gerne angenommen und werden bei dem Event die Möglichkeit nutzen, weiter Werbung zu machen und prominente Unterstützer zu finden.
Was bei der Sozen-Sause alles passiert ist, werden wir den Lesern dann natürlich in einem “Bericht aus Berlin” erzählen.

Tu Gutes und rede darüber!

Ich komme gerade (es ist kurz vor 1 Uhr nachts) von einer Mitgliederversammlung der SPD Weinheim zurück. Die Tagesordnung war eigentlich nicht sehr lang: Wir hatten Delegierte für die am Samstag stattfindende Nominierungsveranstaltung für unseren Bundestagskandidaten zu wählen.
Danach hatten wir unseren Bundestagsabgeordneten Lothar Binding zu Gast, der einige Hintergründe der Entscheidung zu Neuwahlen erläuterte. Lothar gab den Genossinnen und Genossen auch Argeumente an die Hand, die man den Menschen nahebringen kann. Schließlich gibt es in der Arbeit der letzten sieben Jahre durchaus einiges, worauf man stolz sein kann. Leider werden Erfolge sehr schlecht kommuniziert. Umso mehr sollte jeder einzelne darauf hinweisen: Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, betriebliche Mitbestimmung, Atomkonsens, mehr Geld für Bildung und Forschung, Erhöhung des Kindergeldes und des BAFöGs…
Nach dem offiziellen Teil saßen wir noch eine Weile zusammen, es kamen auch kritische Stimmen zu Wort. Die Bundesregierung hätte schneller reagieren müssen, als klar wurde, dass es Korrekturbedarf gibt bei den Arbeitsmarkt- und Sozialreformen. Aber immerhin: Man hat reagiert. So wurde inzwischen beschlossen, dass Hartz IV-Empfänger mehr dazuverdienen dürfen. Für ältere Arbeitnehmer soll wieder die längere Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I gelten, bevor sie in Hartz IV rutschen.
Am Ende des Abends bleibt die Stimmung, vieles erfolgreich angepackt zu haben, aber nur weniges gut verkauft. Und der Ärger darüber, dass handwerkliche Fehler stärker im Gedächtnis haften bleiben als Errungenschaften.