Hinter mir liegt eine ziemlich anstrengende Woche mit mehr Terminen als eh schon üblich. Alles dreht sich rund um die anstehenden Wahlkämpfe zu Bundestag und Landtag. Überall ist dieser Tage von einer deprimierten SPD und Streitereien zu lesen. So ganz nachvollziehen kann ich das nach meiner kleinen Reise diese Woche durch die Tiefen der Region Karlsruhe nicht.
Aber vielleicht sind wir hier ja auch ein Biotop, eine Gegend, wo man Kummer mit einer vermeintlich übermächtigen CDU gewohnt ist und wo man eben schon immer als Sozialdemokraten zusammengestanden hat.
Aber zu den einzelnen Terminen:
Am Dienstag stand ein Referat zum Thema EU-Verfassung bei den Jusos Karlsruhe-Stadt auf dem Programm. Wer nun bei der drückenden Hitze einen leeren Raum erwartete wurde eines besseren belehrt. Engagiert diskutierten wir ausführlich darüber, warum es für die zukünftige Entwicklung Europas von entscheidender Bedeutung ist, dass der bevölkerungsreichste Mitgliedsstaat sozialdemokratisch regiert wird. Von Resignation nicht der Hauch einer Spur.
Das gleiche Bild am Tag später beim Ortsverein Oberhausen-Rheinhausen. Immerhin kommt aus diesem Ort der amtierende CDU-MdB für diesen Wahlkreis. Dennoch (oder genau deshalb?) sind die GenossInnen hochmotiviert für die anstehenden Auseinandersetzungen. Neben den obligatorischen Infoständen wurden auch schon Aktionen für den örtlichen, stark frequentierten Badesee geplant.
Donnerstags dann die Nominierung des/der LandtagskandidatIn für den Wahlkreis Ettlingen. Obwohl diesem Wahlkreis noch nie ein SPD-MdL vergönnt war, bewerben sich gleich drei GenossInnen um die Kandidatur. Vor knapp 160 stimmberechtigten SPD-Mitgliedern setzte sich dann Dagmar Elsenbusch durch, eine engagierte Stadtrats-Fraktionsvorsitzende aus Pfinztal. Die Stimmung war gut, alle Kandidaten bedankten sich für einen fairen innerparteilichen Wahlkampf (Was man in den zurückliegenden Wochen ja nicht aus allen Teilen Baden-Württembergs so vernehmen konnte) und wollen sich in den Wahlkämpfen nicht wegducken. Solche Leute braucht die Partei in solchen Zeiten.
Wenn es nur in allen Gegenden so aussähe, wie in der Region Karlsruhe…