Handelsblatt startet Wahl-Blog aus Berlin

Die Neuwahlen verhelfen – wie bei den Präsidentschaftswahlen in den USA – dem politischem Bloggen in Deutschland zum Durchbruch. Nun hat auch die Wirtschaftszeitung Handelsblatt einen Wahlblog eingerichtet. Der Blog besticht durch lesenswerte Artikel. Klasse, statt Masse. Unbedingt reinklicken. Die Blogger sind Redakteure des Hauptstadtstudios und somit direkt am Geschehen.

Weiterer Wahlblog gestartet

Vor einiger Zeit hat Nico Lumma einen gemeinsamen Wahlblog angeregt. Seit 1. Juni ist es soweit, der Wahlblog wahlblog.de ist gestartet.
Der Blog soll die geplanten Neuwahlen im Herbst kritisch begleiten und und von zahlreichen Bloggern unterstützt.
Wer mitbloggen will, kann sich an die Initiatoren wenden.

Stoppt-Merkel.de kommt

Neben wir-sind-kanzler.de befindet sich ein weiteres Projekt in Vorbereitung, welches sich gegen eine Kanzlerin Merkel ausspricht:
stoppt-merkel.de

„Geplant ist keine Spaßseite mit Witzen über weniger schöne Frauen in der Politik, auch wenn Frau Merkel als Person in der Vergangenheit immer mal wieder eine gewisse Angriffsfläche für leichtere Witze darstellte“, so Jan Knöttig, Initiator und Blogger auf webthemen.de.

Wahrscheinlich wird es auch ein Blog geben. Start ist für Juni 2005 geplant.
Mehr zu dieser Website hier.

Bloggs in Zeiten des Wahlkampfes

Jan Knöttig hat im Internet recherchiert und kam zur Erkenntnis, dass die Parteien „fortschrittsfeindlich“ sind.

Jedenfalls haben die großen Parteien Blogs als gute Möglichkeit der Informationsverbreitung / Wahlwerbung offenbar noch nicht entdeckt. Nur die SPD, die sich hier mal als führend bezeichnen darf, hat die Zeichen der Zeit halbwegs erkannt. Halbwegs, weil lediglich die Genossen von der Basis und ein einzelner Bundestagsabgeordneter aktiv sind. Bundeskanzler Gerhard Schröder hingegen bloggt nicht. Ebenso wenig CDU-Kanzlerkandidatin Angela Merkel. Überhaupt, die Union versagt auf ganzer Linie und belegt zusammen mit den Grünen den letzten Platz. Bei beiden Parteien findet man nichts, was man als Blog zur Bundestagswahl bezeichnen darf. FDP-Häuptling Westerwelle zieht es vor, Autogrammkarten aufzudrängen, ein Blog gibt es nicht. Nur ein FDP-Bundestagsabgeordneter bloggt. Auch PDS und WASG sind schwach vertreten.

Den ganzen, lesenswerten Artikel gibt es hier.

Falsche Federn?

Da findet sich heute doch im Blog der NWRSPD folgende Meldung:

Heute abend in den Agenturen gefunden (ddp):
Der Kölner Erzbischof, Kardinal Joachim Meisner, fordert die Unions-Parteien auf, das «C» aus ihren Namen zu streichen. Meisner sagte der „Westdeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe) laut Vorabbericht, er vermisse die christlichen Grundwerte bei CDU und CSU.

Das sage ich ja auch schon länger, aber mir glaubt ja keiner.

FDP will Offenlegung von Managergehältern blockieren

Die FDP möchte in letzter Minute das von Rot-Grün auf den Weg gebrachte Gesetz zur Offenlegung von Managergehältern blockieren. Man wolle im Bundestag einen eigenen Antrag zu dem Thema einbringen, was ein längeres Beratungs- und Anhörungsverfahren zur Folge hätte. Das Gesetz könnte dann nicht mehr vor den Neuwahlen beschlossen werden.
Es zeigt sich also bereits jetzt, wessen Interessen die ‚Volksvertreter‘ der FDP in einer schwarz-gelben Koalition vertreten würden.

TV-Duelle schon in Vorbereitung

Wie im letzten Bundestagswahlkampf auch so soll es auch in diesem Jahr wieder zwei TV-Duelle zwischen den Spitzenkandidaten von SPD und Union geben.Die jeweiligen Sender haben auch schon ihre Inquisitoren dafür benannt: Sabine Christiansen (ARD), Maybrit Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und Thomas Kausch (SAT.1). Ob dieses Duelle wirklich zu Erhellung beitragen, sei dahingestellt.

Man kann sich ja durchaus die Frage stellen, ob in einer parlamentarischen Demokratie ein Kräftemessen der Spitzenkandidaten der beiden großen Parteien überhaupt sinnvoll ist. Aber auch in Deutschland verlangt die Verlagerung hin zum Medienwahlkampf eben ihren Tribut. Wenn man sich aber dazu durchringt, solche Duelle zu veranstalten, sollte zumindest ein einigermaßen inhaltlich fundiertes, aber auch abwechslungsreiches Schauspiel geboten werden.
Hier spätestens fängt die Arbeit der je zwei FragestellerInnen an. Rücklblick auf die TV-Duelle beim letzten Mal: Langatmige Fragen, peinliches Einhalten des engen Regelwerkes, keinerlei Spontanität. Wie man dafür den Deutschen Pressepreis bekommen konnte, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

So ist für die anstehenden Auseinandersetzungen zwischen Schröder und Merkel zu wünschen, dass die beiden auch direkt aufeinander eingehen können und sich gegenseitig Fragen stellen dürfen. Das würde eine lebhafte Debatte garantieren. Und wäre das nicht förderlich für unsere Demokratie?

SPD und Grüne – Wann wir streiten Seit an Seit?

Nach Irritationen über den jeweiligen Kurs bis zur Bundestagswahl wird am Dienstag ein Spitzentreffen zwischen SPD und Grünen stattfinden, auf dem man sich über das Vorgehen einigen will.

Zuvor hatte sich die SPD in manchen Punkten von den Grünen distanziert, laut Parteivorsitzendem Franz Müntefering, um das eigene Wählerpotenzial zu erhöhen.
Man darf also gespannt sein, ob es nach dem Treffen der Koalitionsspitzen heißen wird „Friede, Freude, Eierkuchen“ oder ob der etwas schärfere Ton bis zur Wahl durchgehalten wird.