SPD Schorndorf: "Mit freier Software kann Schorndorf Kosten sparen"

Die SPD-Fraktion Schorndorf hat einen sehr guten Antrag gestellt, der gerne von anderen Fraktionen verwertet werden darf:

Bei der im Jahr 2010 geplanten Prüfung der städtischen EDV durch externe Dienstleister sollen die Möglichkeiten für eine möglichst weit gehende Migration auf Open Source basierte Softwarelösungen besonders berücksichtigt und dargestellt werden. Mit der Untersuchung ist ein anbieterneutraler Dienstleister zu beauftragen, der bereits Erfahrungen mit der Migration von proprietärer Software zu Open Source Software gemacht hat.

Für Open Source und schnelle Datenleitungen

Der Leitantrag zur Industriepolitik (Antrag 70 W) ist ingesamt hervorragend, und wurde deshalb auch angenommen – mit einigen sehr guten Ergänzungen. Mir persönlich ist besonders folgende Passage (S. 24 im Antragsbuch) wichtig:

Die informationstechnische Industrie hat über die letzten Jahrzehnte Hardware-Fertigungs-Kapazitäten im Lande abgebaut. Dies ist kaum mehr rückholbar. Wir brauchen aber einen neuen Schub in der Software-Herstellung und in der IT-Infrastruktur.

1. Open Source-Werkstätte Baden-Württemberg: Unser Land hat gute Chancen, für Open Source-Anwendungen ein wichtiges ‚Labor’ in Europa zu sein. Viele kleine Firmen sind existent. Wir wollen sie u.a. durch eine konsequente Open Source-Beschaffung in der Landesverwaltung und den Kommunen stärken.

2. Schnelle Datenleitungen flächendeckend: Viel zu zögerlich geschieht der Ausbau von leistungsfähigen Datennetzen in unserem Land. Der ländliche Raum droht, abgekoppelt zu werden. Wir wollen alle Gewerbegebiete im Land schnell anschließen und bieten den Betreibern dafür die Mithilfe eines Landesprogramms an.