Statement von StudiVZ zur Gruppenlöschung

Gestern Abend hatte ich ein nettes Telefongespräch mit der PR-Managerin von StudiVZ, die mir vorab mitteilen wollte, dass die Löschung der Gruppe selbstverständlich ein Versehen und keine böse Absicht war. Heute Morgen nun wurde ich von einem weiteren StudiVZ-Mitarbeiter angerufen, der mir dann noch einmal versichert hat, dass StudiVZ natürlich absolut nichts gegen politische Diskussionen und politische Gruppen hat, sondern ganz im Gegenteil diese Gruppen begrüßt: soziale Netzwerke sollen schließlich die Wirklichkeit abbilden, und dazu gehört nunmal auch, dass es Menschen mit verschiedenen politischen Meinungen gibt.

Hier also nun das Statement von StudiVZ, das mich per E-Mail erreicht hat:

Dass die SPD-Gruppe gelöscht wurde, war natürlich keine böse Absicht, sondern ein Fehler unseres Supports, für den wir uns in aller Form entschuldigen. Inzwischen ist eine neue SPD-Gruppe wieder aktiv, die selbstverständlich herzlich willkommen ist. Politische Diskussionen spielen insbesondere im Wahljahr 09 in unseren sozialen Netzwerken eine zentrale Rolle.

In diesem Sinne also: lasst uns die neue SPD-Gruppe mit Leben erfüllen.

PS: Bei Basic Thinking und anderswo wurde ebenfalls zum Thema diskutiert.

Die StudiVZ-Löscher und die SPD-Gruppe

Was gerade bei StudiVZ passiert, ist schlichtweg unglaublich: die Gruppe „SPD“, eine der größten und aktivsten politischen Gruppen, wird um den 9. Februar herum ohne jede Benachrichtigung einfach gelöscht. Von StudiVZ oder Holtzbrinck gibt es keinerlei Rückmeldung oder Begründung.

Die SPD-Gruppe wird daraufhin neu gegründet, im bitteren Bewusstsein, dass man eine Weile brauchen wird, um die ursprüngliche Mitgliederstärke wieder zu erreichen.

Dann vor wenigen Tagen der erneute Schock: auch die neu gegründete SPD-Gruppe wurde gelöscht, auch dieses Mal ohne Angabe von Gründen, ohne jegliche Benachrichtigung durch Administratoren oder den StudiVZ-Support.

Unter diesen Aspekten kann nur davon abgeraten werden, StudiVZ als Plattform für ernsthafte politische Diskussionen zu nutzen, wenn man nicht riskieren will, dass von einem Moment zum anderen alle Daten sang- und klanglos im Datennirvana verschwinden.